BLKÖ:Higgia, Georg Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 9 (1863), ab Seite: 10. (Quelle)
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Higgia, Georg Anton, illyrisch: Hidja, Juraj (Arzt und Schriftsteller, geb. zu Ragusa 7. Februar 1752, gest. ebenda 27. October 1833). Besuchte die unteren Schulen in seiner Heimat; 1771 begab er sich nach Bologna, wo er Philosophie und Medicin hörte und nach deren Beendigung Florenz, Rom und Neapel besuchte, wo er die berühmtesten Heilanstalten dieser Städte aus eigener Anschauung kennen lernte und Verbindungen mit Fachmännern anknüpfte. Nun in seine Heimat zurückgekehrt, zählte er bald zu den geachtetsten Aerzten derselben. Bereits in Italien zur Pflege der schönen Wissenschaften und zum Studium der griechischen und lateinischen Classiker hingezogen, blieb er denselben auch später hold und da eben um die Zeit seiner Rückkehr in’s Vaterland die Pflege der bereits in Verfall gerathenen slavischen Sprache und Poesie von Neuem in Aufschwung kam, begann er die Uebersetzung der Oden des Horaz in’s Illyrische, welche Aufgabe er so glücklich löste, daß er auf Zureden seiner Freunde auch die Uebersetzung in’s Illyrische sämmtlicher Werke Virgil’s begann, welches Unternehmen, obgleich in Berücksichtigung der noch wenig ausgebildeten Sprache, in welche die Uebersetzung auszuführen war, mit nicht geringen Schwierigkeiten verknüpft, er doch glücklich zu Stande gebracht hatte. Da er dabei mehrere neue Wörter mit Hilfe anderer slavischer Idiome bilden mußte, so besitzen seine Uebertragungen auf für den Sprachforscher mehrfaches Interesse. Außerdem schrieb H. andere Originalgedichte in illyrischer Sprache, lateinische Epigramme und Elegien, italienische Sonetten u. dgl. m., welche in den zahlreichen Festschriften seines Vaterlandes zerstreut zu finden sind. Von seinen wissenschaftlichen Arbeiten ist mehreres – wie auch von seinen poetischen – in Handschrift vorhanden, und befinden sich in der „Biblioteca[WS 1] di fra Innocenzo Ciulich“ [siehe unten die Quellen] seine „Fascicoli di studii delle scienze fisico-mediche e varie annotazioni di sua pratica medica“. Higgia, der sich durch seine illyrischen Uebertragungen des Horaz und Virgil einen bleibenden Namen in der Literatur des slavischen Theiles seines Vaterlandes erworben hat, starb im hohen Alter von 81 Jahren.

Gliubich di Città Veccia (Simeone Ab.), Dizionario biografico degli uomini illustri della Dalmazia (Vienna, et Zara 1856, Rod. Lechner, Battera et Abbelich, 8°.) S. 176. – Valentinelli (Giuseppe), Bibliografia della Dalmazia, e del Montenegro (Zagrabia. 1855, L. Gaj, 8°.) S. 164, Nr. 1023; S. 174, Nr. 1089; S. 175, Nr. 1092; S. 205, Nr. 1274; S. 207, Nr. 1287; S. 208, Nr. 1297; S. 223, Nr. 1402; S. 225, Nr. 1415.Düringsfeld (Ida von). Aus Dalmatien. Mit Anmerkungen von Otto Freiherrn von Reinsberg-Düringsfeld (Prag 1857, Carl Bellmann, kl. 8°.) Bd. III, S. 244. – Ilirska Čitanka za gorje Gimnazije, Knija 1va (Wien 1856, Schulbücher-Verlag, [11] gr, 8°.) 8. 526. – Biblioteca di Fra Innocenzo Ciulich nella libreria de RR. PP. Francescani di Ragusa (Zara 1860, Tipografia Governiale, 8°.) p. 101, 273; p. 139, Nr. 392; p. 140, Nr. 407; p. 141, Nr. 416; p. 149, Nr. 502; p. 150, Nr. 512; p. 157, Nr. 597; p. 158, Nr. 608, 618; p. 169, Nr. 754; p. 174, Nr. 793; p. 182, Nr. 868; p. 209, Nr. 1130, 1131; p. 404, Nr. 2982 e 2990 [ein Verzeichniß der theils handschriftlichen, theils gedruckten poetischen und wissenschaftlichen Arbeiten des Dr. G. A. Higgia].

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Bibliotheca