BLKÖ:Hoditz, die Grafen, Genealogie

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Hodjk, Anton
Band: 9 (1863), ab Seite: 88. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: {{{GND}}}, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Hoditz, die Grafen, Genealogie|9|88|}}

Zur Genealogie der Grafen von Hoditz.[BN 1] Die Hoditz oder in der čechisch-mährischen Schreibweise Hodic, sind ein ursprünglich polnisches, aus dem berühmten Hause Rogalla stammendes Geschlecht, welches eigentlich Hoditzki von Hoditz hieß. Vom 14. Jahrhunderte an breitete sich dasselbe in Mähren und Böhmen, und seit 1622 in Schlesien aus. Schon 1303 besaß die Familie das Dorf Hoditz im vormaligen Iglauer Kreise und mit 1368 beginnt die ununterbrochene Stammreihe. Ulrich Lorenz und Wenzeslaus Hoditzky zeichneten sich um 1534 in Böhmen aus und wurden für ihre Verdienste von Kaiser Rudolph II. am 10. September 1603 in den Freiherrnstand erhoben. Der Freiherr Georg Maximilian, kaiserl. Oberst, Kriegsrath, General-Kriegs- und Landescommissär in Mähren und Schlesien, erhielt von Kaiser Ferdinand III. am 10. Juli 1641 für sich und die Familie die Reichsgrafenwürde und Ernst Graf von H., Plenipotentiarius auf dem Concile zu Constanz, und Wenzel Graf von H., Plenipotentiarius bei Errichtung der Grenzen zwischen Mähren und Ungarn, erhielten mit dem 17. Juli 1647 das Indigenat in Ungarn. Ein Enkel des ersten Grafen, Georg Maximilian, der Graf Julius Leopold, besaß aus seiner Ehe mit Barbara Gräfin Nostiz (gest. 1693) mehrere Söhne, von denen zwei die zwei Linien des Hoditz’schen Grafenhauses, nämlich die Linie Hoditz-Roßwalde und die Linie Hoditz-Wolframitz bildeten. Die erstere erlosch mit dem Grafen Albert Joseph, dem berühmten Sonderling, dessen ausführlichere Lebensskizze oben mitgetheilt wurde; die Linie Hoditz-Wolframitz blüht noch zur Stunde fort. Die Sproßen derselben sind die Söhne, beziehungsweise Enkel des Grafen: Friedrich, k. k. Oberst (gest. 8. October 1828), aus dessen Ehe mit Maria Christine aus dem alten mailändischen Geschlechte der Dei Capitanei di Vimercalo (geb. 22. November 1787). Die Kinder des Grafen Friedrich sind: 1) Graf Johann Nep. (geb. 20. März 1813), k. k. pens. General-Major, das gegenwärtige Haupt der Familie [bei Kneschke heißt es S. 362: „Der Bruder des Grafen Johann Nepomuk ist Graf Johann, geb. 2. Mai 1815“. Das ist irrig und soll heißen: „Der Bruder des Grafen Johann Nepomuk ist Graf Julius, geb. 2. Mai 1815.) Graf Johann ist (seit 20. April 1845) vermält mit Maria Christine Anna, geb. Gräfin Niczky von Niczk (geb. 16. September 1820); aus dieser Ehe stammen fünf Söhne, die Grafen Stephan (geb. 13. Mai 1846); Max (geb. 4. März 1848); Julius (geb. 5. September 1850); Franz (geb. 27. Juli 1852); Ludwig (geb. 16. September 1856). – 2) Graf Julius (geb. 2. Mai 1815), k. k. Oberst in der Armee, vermält (seit 15. August 1844) mit Johanna, geb. Gräfin zu Stubenberg (geb. 18. April 1819), aus welcher Ehe bisher eine Tochter, Angelica (geb. 31. December 1855) stammt. – 3) Graf Friedrich (geb. 9. Jänner 1824, gest. 11. März 1850), k. k. Rittmeister bei Palatinal-Huszaren Nr. 12, welcher (seit 16. Mai 1846) mit Anna Maria Freiin Karg von Bebenburg (geb. 24. August 1828, gest. 24. September 1849) vermält war, aus welcher Ehe zwei Töchter, die Gräfinen Christine (geb. 1847) und Mathilde (geb. 1848), vorhanden sind. – 4) Gräfin Maria Antoinette (geb. 20. April 1828). Auch lebt noch eine Schwester des Grafen Friedrich, die Gräfin Johanna Nepomucena (geb. 27. October 1788). – Wappen. Quadrirter Schild mit Mittelschild. Mittelschild. In Blau zwei nebeneinandergestellte silberne Büffelhümer. Hauptschild. In jedem der vier rothen Felder ein goldener doppeltgeschweifter, einwärts gestellter Löwe. Auf dem Schilde erheben sich drei gekrönte Turnierhelme; der rechte und linke Helm trägt einen Löwen wie in den Feldern des Hauptschildes, der mittlere zwischen zwei silbernen Büffelhörnern eine gekrönte blaugekleidete Jungfrau mit fliegendem Haare und silbernem [89] Gürtel, welche, zwischen den Büffelhömern hervorwachsend, jedes derselben mit einer Hand hält. Von dieser Beschreibung des Wappens, welche Siebmacher gibt, weicht die des genealogischen Taschenbuches der gräflichen Häuser ab; nach diesem ist der Schild auch quadrirt mit Mittelschild; dieser ist der Länge nach von Silber und Roth getheilt, und in der silbernen Hälfte steht ein rothes, in der rothen ein silbernes Büffelhorn. Die Felder des Hauptschildes sind in 1 und 4 in Roth ein silberner, in 2 und 3 in Silber ein rother Löwe, alle Löwen sind einwärts gekehrt. Andere Abweichungen theilt Kneschke im bezeichneten Werke mit.

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Hoditz, die Grafen, mährisch-schlesisches Adelsgeschlecht [Bd. IX, S. 83 u. f.].
    d’Elvert, Notizenblatt u. s. w., wie bei Beer, 1870, Nr. 11 u. 12: „Zur mährisch-schlesischen Adelsgeschichte. XLIX. Die Grafen von Hoditz“. [Bd. 28, S. 353.]