BLKÖ:Hohenauer, Laurenz Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Hohenberg
Band: 9 (1863), ab Seite: 184. (Quelle)
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Hohenauer, Laurenz Franz (gelehrter Theolog, geb. zu Klagenfurt 29. Jänner 1784, Todesjahr unbekannt). Studirte die Theologie, und da ihm zur Priesterweihe das gesetzliche Alter fehlte, kam er vorerst in der Gurker bischöflichen Ordinariatskanzlei in Verwendung. Im September 1806 erhielt er die h. Weihen und trat nun in die Seelsorge, in welcher er an verschiedenen Orten sein Amt ausübte, worauf er Hofcaplan und Secretär des Bischofs von Gurk, Cardinals und Fürsten Salm-Reifferscheid, dann Dechant und Pfarrer zu Ober-Vellach in Kärnthen und endlich Probst, Dechant und Stadtpfarrer zu Friesach wurde. Während seiner 9jährigen Dienstleistung als Hofcaplan und Secretär des Gurker Bischofs Fürsten Salm machte er mit demselben Reisen durch den Kaiserstaat, in Bayern und benützte diese Gelegenheit, in seiner Vorliebe für Naturgegenstände, eine Sammlung von Mineralien, Conchylien und Petrefacten anzulegen, welche er schon zu einer Zeit, als Kärnthen noch kein vaterländisches Museum besaß, einem solchen, wenn es je gegründet werden sollte, zum Geschenke bestimmt hatte. Ein Freund der Wissenschaft, hat H. an dem kärntnerischen Volksblatte „Carinthia“ mitgewirkt und darin mehrere statistisch-topographische Aufsätze veröffentlicht; die „Kärnthnerische Zeitschrift“ enthält im 8. Hefte (1835) seine umfassende Monographie: „Das Möllthal im Villacher Kreise“, welche als H.’s gediegenste Arbeit über dieses in mancher Hinsicht interessanteste Thal Kärnthens bezeichnet wird. Selbstständig gab er heraus: „Stadt Friesach“ (Klagenfurt 1847, Leon), eine schätzbare Monographie, zu der jedoch die vom historischen Vereine für Kärnthen gemachten Bemerkungen nicht übersehen werden dürfen; – „Kurze Kirchengeschichte von [185] Kärnthen“ (ebenda 1850, Siegel), das mehr eine kirchliche Topographie ist; – „Kärnthens geistlicher Ehrenkranz“ (Villach 1831, Hoffmann), eine Sammlung von Biographien jener um Kärnthen verdienten Personen, die im Rufe der Heiligkeit gestorben; eine Schrift, die ihren inneren und äußeren Merkmalen nach höchstens in die Reihe von Legenden und Sagen zu setzen ist. Ein selbstständiges theologisches Werk: „Der Katholik und seine Religionsgebräuche“, hat er in Handschrift hinterlassen.

Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. VI, Suppl. S. 482 [daselbst heißt er Hochenauer]. – Hermann (Heinrich), Handbuch der Geschichte des Herzogthums Kärnthen in Vereinigung mit den österreichischen Fürstenthümern (Klagenfurt 1860, Leon), III. Bd. 3. Heft, S. 155, 199 [wo die in Klammen eingeschlossene Anmerkungszahl 39 in 37 umzuändern ist, und S. 421, Anmerkung 37].