BLKÖ:Klein, Johann (III.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 12 (1864), ab Seite: 58. (Quelle)
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6. Johann (III.) K. (geb. zu Troppau in Schlesien 4. Juni 1638, gest. zu Glogau 14. April 1683). Trat, 17 J. alt, gegen den Willen seines Vaters in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er einige Jahre das Lehramt und dann 16 Jahre hindurch das Predigtamt versah. Im Drucke erschien von ihm: „Florimundus Remondus de ortu et progressu haeresum“ (Glogoviae 1676, Fol.). Er war ein großer Wohlthäter der Armen, und überall, wo er Geld einnehmen oder beim Spiele gewinnen sah, reichte er seine Büchse, die er stets mit sich trug, hin, um eine Beisteuer für die Armen. An ihn knüpft sich der poetisch öfter behandelte Vorfall, wie ihm bei einer solchen Gelegenheit ein vom Spiele aufgeregter Wüstling statt des Almosens einen Schlag in’s Gesicht gab. K. nahm denselben schweigend hin und rief nur nach einer Weile: „Das war für mich, nun aber für die Armen“. Der über solche Selbstbeherrschung staunende Spieler stürzte nun zu des Paters Füßen, bat ihn um Vergebung und brachte seinen ganzen Gewinn dar. [Dlabacz (Gottfr. Johann), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Gottlieb Haase, kl. 4°.) Bd. II, Sp. 68. – Pelzel (Franz Martin), Böhmische, mährische und schlesische Gelehrte und Schriftsteller aus dem Orden der Jesuiten (Prag 1786, 8°.) S. 85. – Schaller (Jaroslav), Beschreibung von Prag, Bd. III, S. 65.] –