BLKÖ:Kolbe, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 12 (1864), ab Seite: 313. (Quelle)
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2. Joseph K. (geb. im Markte Hof auf der Familienherrschaft Schloßhof in Niederösterreich im Jahre 1752, gest. zu Lubereck am 26. Jänner 1839), war zuletzt Inspector der k. k. Patrimonial-Herrschaften im Viertel ober dem Manhartsberge und ober dem Wiener Walde, der sich des besonderen Vertrauens weiland Sr. Majestät des Kaisers Franz erfreute und bei demselben, wie sein Biograph M. Enk berichtet, nie eine Fehlbitte gethan hat, da er meist für Andere bat und redlich die reichlichen Wohlthaten, welche Se. Majestät den Unterthanen der Herrschaften zufließen ließ, vertheilte. Ferner als bei dem Ankaufe der Herrschaften Persenbeug und Rohregg der Kaiser beabsichtigte, durch Abtrieb des überständigen Holzes der Waldungen die dürftigeren Bewohner der Kaiserstadt mit diesem schon damals sehr theuren Bedürfnisse zu den wohlfeilsten Preisen zu versehen, brachte K. mit rastlosem Eifer, keine Gefahr der häufigen Ueberschwemmungen, Wolkenbrüche, Waldbrände u. dgl. scheuend, in kürzester Zeit die Absicht des Monarchen zur Ausführung, indem er auf drei eigens erbauten Schwemmen zu Lubereck, Isper und Senningstein jährlich an 150.000 Klafter Brennholz nach Wien förderte. Der Kaiser belohnte seinen um das Nächstenwohl vielfach verdienten treuen Diener im Jahre 1832 durch Verleihung der großen [314] goldenen Verdienstmedaille mit der Kette. [Oesterreichischer Zuschauer, herausg. von Ebersberg (Wien, 8°.) Jahrg. 1839, S. 226: „Vaterländischer Ehrenspiegel des Bürgerlebens. Joseph Kolbe“. Von M. Enk.] –