BLKÖ:Kutschera, Johann Freiherr von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kuczera, Johann
Band: 13 (1865), ab Seite: 294. (Quelle)
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5. Johann Freiherr von Kutschera (gest. 20. April 1832), ein Sohn des mit Diplom vom 8. März 1805 geadelten Karl K., k. k. Vice-Landesbuchhalters in Böhmen. Von dessen Söhnen betrat Johann 1782 die militärische Laufbahn, machte während derselben die meisten Feldzüge mit, focht in mehreren Schlachten, wohnte mehreren Belagerungen bei und wurde für sein braves Verhalten öfter belobt. So rückte er zum Feldmarschall-Lieutenant vor und bekleidete seit 1805 einen der höchsten Vertrauensposten bei Hofe, die Stelle eines General-Adjutanten des Kaisers Franz II. Früher gehörte er dem Hofstaate des Erzherzogs-Palatin Joseph an. K. wurde mit Diplom vom 26. Februar 1819 zugleich mit seinen beiden Brüdern Joseph, k. k. Gubernialrath und Kreishauptmann in Saatz, der ein Meister auf dem Violoncell (Dlabacz, II, 153) war, und Anton, k. k. Hofkriegssecretär, in den Freiherrnstand erhoben. In dem kais. Handbillete vom 26. Februar 1819, mit welcher Kaiser Franz die Erhebung des Feldmarschall-Lieutenants K. in den Freiherrnstand angeordnet, heißt es, daß „in Rücksicht seiner bei jeder Gelegenheit bewiesenen treuen Anhänglichkeit an Meine Person und [295] Mir geleisteten ersprießlichen Dienste“ diese Gnade (nämlich die freiherrliche Würde) auch auf seine beiden Brüder auszudehnen sei. [Springer (Anton), Geschichte Oesterreichs seit dem Wiener Frieden 1809 (Leipzig 1863, S. Hirzel. gr. 8°.) Theil I, S. 73, 114. – Vehse (Eduard Dr.), Geschichte des österreichischen Hofs und Adels und der österreichischen Diplomatie (Hamburg 1853, Hoffmann u. Campe, kl. 8°.) Bd. X, S. 136 u. f. – Freiherrnstands-Diplom vom 26. Februar 1819. – Wappen. Quergetheilter Schild. Im oberen blauen Felde springt aus der Theilungslinie ein weißes goldgezäumtes Pferd; im unteren goldenen Felde ein schrägrechts schwebender Anker mit hölzernem Querbalken, alles in natürlicher Farbe. Den Schild bedeckt die Freiherrnkrone, auf welcher sich drei gekrönte Turnierhelme erheben. Aus den Kronen der beiden äußeren Helme wächst je ein geharnischter Mann zueinandergekehrt, der rechte in der Linken, der linke in der Rechten einen Speer haltend. Aus der Krone des mittleren Helms springt das weiße Pferd des oberen Feldes. Die Helmdecken sind die des rechten Helms blau mit Gold, des mittleren rechts blau mit Gold, links blau mit Silber, des linken Helms blau mit Silber. Schildhalter: Zu beiden Seiten zwei goldene Löwen mit ausgeschlagener rother Zunge, über den Rücken geschlagenem Schwanze, welche mit den vorderen Pranken den Schild erfassen.] –