BLKÖ:Orczy, Ladislaus Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 21 (1870), ab Seite: 85. (Quelle)
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5. Ladislaus Freiherr O. (geb. 14. April 1750, gest. 15. April 1807), der jüngere Sohn des Freiherrn Lorenz; er erhielt eine sorgfältige Erziehung, und als sein Vater im Jahre 1784 die Obergespanschaftswürde des Abaujvarer Comitates niederlegte, verlieh sie Kaiser Joseph im folgenden Jahre dem Sohne Ladislaus. Im Jahre 1792 wurde Ladislaus Obergespan von Zemplin und blieb es bis zum Jahre 1800. Der Kaiser ernannte ihn zum geheimen Rathe – zu welcher Würde es sein als Kriegsmann und Poet hochverdienter Vater nicht gebracht – und verlieh ihm den St. Stephans-Orden. Sein Nekrolog rühmt ihn gleichfalls als Dichter und bemerkt: daß in der Sammlung der Gedichte seines Vaters auch Gedichte des Sohnes Ladislaus abgedruckt seien. Pesth verdankt ihm seine Verschönerung durch den Garten, der seinen Namen führt. Seine Ehe mit Therese Gräfin Traun ist kinderlos geblieben. Sein älterer Bruder Joseph pflanzte das Geschlecht fort. [Neue Annalen der Literatur des österreichischen Kaiserthums (Wien, Doll, 4°.) I. Jahrg. (1807), Bd. II, Intelligenzblatt August, Sp. 88.]