BLKÖ:Pálffy, Johann (auch Johann Karl) Graf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Pálffy, Johann (VI.)
Band: 21 (1870), ab Seite: 210. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Pálffy, Johann (auch Johann Karl) Graf|21|210|}}

14. Johann, auch Johann Karl Graf P. (geb. 7. Juni 1797), vom jüngeren Zweige des jüngeren Astes der Nicolai’schen Hauptlinie. Ein Sohn des Grafen Rudolph, der eben diesen jüngeren Zweig gestiftet, und der Gräfin Maria Kolowrat-Krakowsky. Der Graf Johann diente in der kaiserlichen Armee, war Oberst im Huszaren-Regimente König von Sardinien Nr. 5 und zur Zeit der 48ger Revolution schon Feldmarschall-Lieutenant. Er bekleiden in der ungarischen Revolutionsperiode die Stelle des zweiten Vice-Präsidenten im Hause der Gemeinen, war Mitglied des Kossuth’schen Landesvertheidigungs Ausschusses, unterschrieb als Vice-Kammerpräsident die Mittheilung des ungarischen Reichstages vom 10. October an den Wiener Reichstag, zugleich die Dankadresse an Moriz Perczel und sein Armeecorps für den Sieg bei Ozora, endlich den Beschluß, die Verwendung der ungarischen Armee gegen Jelachich betreffend. Der Graf Johann, zur Zeit k. k. Feldmarschall-Lieutenant in Pension, ist (seit 4. September 1830) mit Amalia Gräfin Erdödy vermält, aus welcher Ehe vier Söhne, die Gräfin Geysa, Emil, Andreas und Gyula, stammen. Alle vier dienen in der kaiserlichen Armee; der älteste von ihnen ist (seit 17. Jänner 1859) mit Gisela Gräfin Erdödy vermält, und der drittgeborne Graf Andreas ist Rittmeister im 4. Huszaren-Regimente und zur Dienstleistung bei Sr. kais. Hoheit dem Kronprinzen Erzherzog Rudolph zugetheilt. [Levitschnigg (Heinrich Ritter v.), Kossuth und seine Bannerschaft. Silhouetten aus dem Nachmärz in Ungarn (Pesth 1850, Heckenast, 8°.) Bd. II, S. 167.] –