BLKÖ:Pereira-Arnstein, Louis Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Peregriny, Alexius
Band: 21 (1870), ab Seite: 474. (Quelle)
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Pereira-Arnstein, Louis Freiherr (Banquier und Kunstfreund, geb. zu Wien im Jahre 1803, gest. zu Altenberg nächst Greifenstein 8. September 1858). Ein Sohn des Freiherrn Heinrich Pereira-Arnstein. Im Banquiergeschäfte des Vaters für dasselbe sich ausbildend, führte er es nach dessen Tode fort und zählte zu einem der ersten Häuser der Residenz. In der Krisis des Jahres 1857 rettete er im Vereine mit Baron Eskeles zahlreiche kleinere Firmen vor dem Sturze. Ueberdieß war Freiherr Louis ein großer Kunstfreund und übte selbst als Dilettant Malerei und Bildhauerei. Man sah seit dem Jahre 1832 in den Jahresausstellungen der Akademie der bildenden Künste bei St. Anna bis 1847 von Zeit zu Zeit seine Arbeiten, so im Jahre 1832: „Die Mongolenschlacht bei Liegnitz“, Oelbild; – 1834: „Der Alpenjäger“, nach Schiller’s Gedicht; – „Das Muttergottesbild“; – „Der Rabenstein“; – „Der Kerker“; – „Die Hexenküchen“, die vier letztgenannten nach Goethe’s „Faust“; – 1836: „Seestücke“, 2 Bilder; – „Leben und Vergänglichkeit“; – 1839: „Die Eberjagd“, und 1847: „Scene in einem Schlosshofe“; – „Jagdbild“; – „Turnier“ und „Rückkehr“, vier Darstellungen aus dem Mittelalter. Baron Pereira – eigentlich Pereira-Arnstein [475] – war seit 14. April 1844 mit Henriette Gräfin Larisch-Mönnich (geb. 2. Dec. 1817, gest. 20. Nov. 1861), ältesten Schwester des Grafen Johann Larisch-Mönnich [Bd. XIV, S. 495], desselben, der nach Rücktritt des Ministeriums Schmerling-Plener, seit 27. Juli 1867 Finanzminister im Ministerium Belcredi war, vermält, aus welcher Ehe vier Kinder vorhanden sind. Freiherr Louis bekleidete, wie vor ihm sein Schwiegervater Nathan Freiherr von Arnstein und sein Vater Heinrich, das schwedische General-Consulat in Wien.

Freiherrnstands-Diplom vom 16. Februar 1812. Der Freiherrnstand gelangte in die Familie Pereira durch Adoption. – Kataloge der Jahres-Ausstellungen in der Akademie der bildenden Künste bei St. Anna, 1832, S. 23, Nr. 194; 1834, S. 32, Nr. 349, 355, 360, 361; S. 33, Nr. 371; 1836, S. 12, Nr. 60, 61; S. 23, Nr. 287; 1839, S. 24, Nr. 349; 1847, S. 25, Nr. 359–362. – Prager Morgenpost (polit. Blatt) 1858, Nr. 250.