BLKÖ:Ratakowsky, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 25 (1873), ab Seite: 9. (Quelle)
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Ratakowsky, Franz[BN 1] (Gemäldesammler, Geburtsort und Jahr unbekannt, gest. zu Wien um das Jahr [10] 1836). Ueber die Lebensverhältnisse dieses mit Geschmack und Auswahl sammelnden Kunstfreundes ist wenig bekannt. Er lebte zuletzt als quiescirter Wirthschaftsrath in Wien und nach seinem Tode kam am 26. October 1836 seine aus mehr als dritthalbhundert auserlesenen[WS 1] Stücken bestehende Sammlung unter den Hammer. Anläßlich der Auction erschien ein gedruckter Katalog. Es befanden sich darunter eine „Madonna“ von Correggio, eine andere von Guido Reni; – „Die badende Oreade“, von Domenichino, von Rahl in Kupfer gestochen; – „Der ungläubige Thomas“, von Titian; – „Der Fischzug Petri“ und „Die Andromeda“, beide von Rubens; – ein „Porträt“, von Rembrandt; – „ein Geharnischter“, von Salvator Rosa; – „Ländliches Fest“, von Teniers; – „Der Erlöser“, von Andrea del Sarto; – „Madonna mit dem Christkinde und der h. Antonius“, von van Dyk; – „Christus unter den Schriftgelehrten“, von Ribera (Spagnoletto); – „Susanna im Bade“, von Schalken; – „Mutterliebe“, von Quellinus; – „Der Schwur der Circe“, von Jordaens; – „Landschaft mit Figuren und Vieh“, von Berghem; – „Waldlandschaft“ und „Seestücke“, von Ruisdael; – „Seestücke“, von Claude Lorrain; – „Landschaften“, von Jean Both, Dietrich, Karl Dujardin, van der Neer, Pynaker, Heinrich Roos, Waterloo, Wildens; – zwei Blumenstücke von Drechsler; – „Thierstücke“, von Wouwermans u. m. a. R. gestattete, so lang er lebte, Kunstfreunden und Kennern den Besuch seiner Sammlung.

Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 349; Bd. VI, Suppl. S. 585. – Böckh (Franz Heinrich), Wiens lebende Schriftsteller, Künstler und Dilettanten im Kunstfache u. s. w. (Wien 1821, Bauer, 8°.) S. 326.

Berichtigungen und Nachträge

  1. * Ratakowsky, Franz (Schriftsteller, geb. zu Neureisch in Mähren im Jahre 1755, Todesjahr unbekannt, lebte aber noch im Jahre 1823 in Wien). War Wiener erzbischöflicher Wirthschaftsrath, ein Sammler von Gemälden und überließ seine Sammlung gegen eine jährliche Leibrente von 1200 fl. einem Grafen Thun, Neffen des Erzbischofs Migazzi, in Böhmen; schrieb viel für die damaligen besten Journale und auch für die „Wiener Real-Zeitung“.
    d’Elvert, Notizenblatt u. s. w., wie bei Jaschke, 1872, Nr. 6, S. 48. [Bd. 28, S. 370.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: auserlesenenen.