BLKÖ:Rosenberg, Maximilian von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 27 (1874), ab Seite: 7. (Quelle)
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10. Maximilian von R. (gest. im Jahre 1550), ein Sohn Georg’s von R., der von seiner Verschwendung den Beinamen prodigus führte. Im Gefolge des Kaisers Karl V. befindlich, hat er den Rest des Vermögens, das sein Vater Georg und sein Oheim Ulrich aus den Kriegen mit den Türken und Ungarn, welche unter Kaiser Friedrich III. (IV.) statthatten, gerettet, durch Verschwendung auf seinen Fahrten und Feldzügen ganz durchgebracht. In diesem Geschäfte soll ihm auch, wie die Ueberlieferung geht, seine Gemalin Juliana von Rottenburg weidlich geholfen und den Gatten sogar überboten haben. Das früher so mächtige Haus der Rosenberge war nun an einen Wendepunct gekommen und in völligen Verfall gerathen. Maximilian hatte seine Güter im Jahre 1530 an die Herbersteine verkauft und lebte mit seinem Bruder Paul, Ritter von St. Jacob zu Campostella, seit 1519 aus Spanien zurückgekehrt, und mit dessen Gemalin Margaretha von Herberstein zu Großsonntag, einer unweit Pettau gelegenen Deutschordens-Commende, wo sie auch begraben liegen. Als er starb, hinterließ er, wie Hermann, der Biograph der Rosenberge, berichtet, seinen beiden Söhnen Christoph Georg und Ulrich „sein Stammsiegel und einen silbernen Eßlöffel“, und Beide mußten nun ihr Glück in der Fremde suchen, was ihnen auch gelang und vornehmlich Ulrich legte von Neuem die Grundlagen zu dem Glanze des Hauses, der sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehrte. –