BLKÖ:Springer, Franz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 36 (1878), ab Seite: 273. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 1055483543, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Springer, Franz|36|273|}}

Springer, Franz (Zeichner und Maler, Geburtsort und Jahr unbekannt) Zeitgenoß. Ueber diesen Künstler der allem Anscheine nach jetzt im besten Mannesalter stehen mag, fehlen alle Nachrichten. Daß er ein Zögling der k. k. Akademie der Künste in Wien gewesen, erhellet aus zwei in der Sammlung derselben enthaltenen Blättern, beides Bleistiftzeichnungen, eines: „Aus Aquileja“ (Höhe 28 Centim., Breite 22 Centim.), bezeichnet 1852, so daß also anzunehmen ist, er habe die Akademie im Jahre 1852 besucht; die zweite Zeichnung stellt das „Innere einer gothischen Kirche“ (Höhe 65 Centim., Breite 47 Centim.) dar. Im Katalog der historischen Kunstausstellung, welche im Jahre 1877 in der k. k. Akademie der bildenden Künste stattgehabt, steht bei seinem Namen in einer Klammer „Biographie unbekannt“. Um so häufiger begegnete man seit 1853 seinen Arbeiten vornehmlich in den Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunst-Vereines, und sind dieselben vorherrschend Bleistiftzeichnungen, aber es finden sich auch Oelbilder und Aquarellen darunter. Sie sind in chronologischer Folge: 1853 im Jänner: „Heiligenblut mit dem Grossglockner“, Bleistiftzeichnung (50 fl.); – „Partie des Donnerkogel-Gebirges im Salzkammergut“, Bleistiftzeichn. (50 fl.); im Mai; „Die Steinpyramide in der Kirche Heiligenblut in Oberkärnten“, Bleistiftzeichn.; – im Juni: „Ruinen des Römerbades bei Aquileja“, Bleistiftzeichn. (40 fl.); – „Chor von Zell am See“, Bleistiftzeichn.; – im August: „Partie aus der inneren Wochein in Krain mit dem Terglaugipfel“, Oelskizze (180 fl.). – 1854 im Jänner: „Monstranz und Kelch in der Kirche St. Paul in Kärnten“, Bleistiftzeichn.; – „Portal zu St. Paul“, Bleistiftzeichn.; – „Kirche zu St. Leonhardt in Kärnten“, Bleistiftzeichn.; – im April: „Ueberreste von Seckau’s Patriarchen-Sitze in Obersteiermark“, Oelbild (450 fl.), vom Kunstverein angekauft. In den Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins 1855 im Juni: Bau-Carton zu einem Altare für Wolkersdorf“, Zeichn.; – im December: „Möbelszeichnungen zu einem Salon, Blumentisch, Schrank, Sessel und Canapé, Uhr“. – 1856 im Jänner: „Stift Zwettl“ – „Ansicht von Krumau“ – „Monstranz in Priglitz“, Bleistiftzeichnungen; – im März: „Das Waffenmuseum des k. k. Arsenals“, Oelbild (800 fl.). – 1859 im Jänner: „Schloss-Ruine Beinhof bei St. Leonhard in Kärnten“, Aquarell (70 fl.); – „Schlossruine Trainberg im Lavantthale“, Aquarell (60 fl.); – im November: „Entwurf zum Baue eines gothischen Hochaltars“, Bleistiftzeichn. – 1860 im Jänner: „Der Kreuzgang zu Königslutter“, Oelbild (300 fl.); – „Skizze zum Bau eines Mausoleums“, Handzeichn.; – im März: „Kreuzgang zu Maulbronn“, Oelbild (225 fl.); – „Entwurf eines gräflichen Jagdhauses“, colorirte Architectur-Zeichn.; im Mai: „Wohnhaus-Entwurf“; Handzeichn. – 1862 im December: „Ansicht aus den Hoch- und Deutschmeister’schen Bergwerken“, Aquarell, Eigenthum des Erzherzogs Maximilian d’Este. – 1863 im April: „Die Franzensburg im Parke zu Laxenburg“, Oelbild (250 fl.). In [274] der Jahres-Ausstellung der k. k. Akademie der bildenden Künste war im J. 1859 eine Architecturzeichnung seiner Hand: „Partie im Inneren des Doms zu Ulm“ (150 fl.) zu sehen. Seit 1863 erscheint S. nicht mehr in den öffentlichen Kunst-Ausstellungen und auch in der Kunsthalle der Wiener Weltausstellung 1873 war er unvertreten. Waldheim’s „Illustrirte Zeitung“ und desselben „Illustrirte Monathefte“ brachten seiner Zeit Nachbildungen in Holzschnitt von S.’s Arbeiten, u. zw. erstere im Jahre 1862, Nr. 27: eine nach der Natur gezeichnete Ansicht der „Klosterruine Seitz bei Cilli“, auf welcher wir das Monogramm des Künstlers finden Vol36page274.jpg, und letztere im Jahre 1865, S. 285: eine nach der Natur gezeichnete „Ansicht von Karlsbrunn“ mit besonders schöner Perspective.

Monats-Verzeichnisse des österreichischen Kunstvereins 1853: Mai, Nr. 69; Juni, Nr. 85; August, Nr. 48. 1854: April, Nr. 54. 1855: Juni, Nr. 66; December, Nr. 76 und 79. 1856: Jänner, Nr. 86–88; März, Nr. 47. 1859: Jänner, November. 1860: Jänner, März, Mai. 1862: December. 1863: April.