BLKÖ:Székely, Emerich

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Székely, Clara
Band: 42 (1880), ab Seite: 24. (Quelle)
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4. Emerich Székely, ein Bruder Stephans. Beide sind als ungarische Virtuosen und Componisten bekannt. Emerich ist Pianist, Stephan Violoncellist. Letzterer ließ sich im November 1856 im Pesther National-Theater zum ersten Male auf seinem Instrument hören und trug außer Kletzer’s „Schweizer Liedern“ auch eigene Compositionen vor. Er behandelte sein Instrument mit Gefühl und zeigte im Vortrag eine nicht gewöhnliche Technik. Emerich war schon früher öffentlich in Concerten aufgetreten und durch seine in Ungarn beliebten Compositionen in weiten Kreisen bekannt. Von seinen zahlreichen Tonschöpfungen, die außer einigen Nationaltänzen Salonstücke sind, erschienen bei Rózsavölgyi und Comp. in Pesth im Stiche: „Az ujoncz bucsúja eredeti magyar“, d. i. Abschied des Recruten, Op. 1; – „Az iró fájdalma“, d. i. Das Weh des Poeten, Op. 2; – „Visszaemlékezés a szigetiekhez“, d. i. Rückerinnerung an Sziget, Op. 3; – „Souvenir pensée mélancolique“, Op. 4; – „Le lever du soleil. Morceau caractéristique“, Op. 19; – „La cascade“, Op. 20; – „Campanella. Étude caractéristique“, Op. 21; – „L’irrisistible. Polka“, Op. 22; – „Romance sans paroles“, Op. 24; – „Souvenir de ma Patrie (Honi emlékeim). Fantaisie sur deux thèmes hongroises“, Op. 25, eine von Székely’s verbreitetsten und beliebtesten Compositionen; – „La perle du corail. Polka brillante“, Op. 26; – „La belle rêveuse“, Op. 30; – „Gebirgsbächlein“ (Hegyipatak), Op. 31; – „Marche des Croates“, Op. 32; – „Aspen leaves“ (Espenlaub), Op. 33; – „La Sirène. Caprice“, Op. 35; – „Le clair de lune. Nocturne“ (Holdvilág), Op. 36; – „Le festin du bal. Morceau brillant“ (Baliinnepély), Op. 37; – „Le retour“ (Visszatérés), Op. 38; – „Le Zéphir. Impromptu“, Op. 39; – „Troubadour. Chanson romantique“, Op. 40; – „Les larmes. Romance“ (A könyek), Op. 41; – „L’idéal trouvé“ (A talált ideál), Op. 42. – „Rapsodie hongroise“, Op. 43; – „Souvenir de Balaton sur des airs hongrois“, Op. 44; – „Idylles hongroises. 19 transcription sur des airs hongrois“ (19 magyar Idyllek népdalokra alkalmazva), Op. 45; Nr. 1: „Auf der Heide“, – Nr. 2: „Müllerliedchen“, [25] – Nr. 3: „Mariechen“, – Nr. 4: „Ländlicher Gruß“, – Nr. 5: „Hüterlied“, – Nr. 6: „Herbstlied“, – Nr. 7. „Am Ufer der Theiß“, – Nr. 8:. „Süßes Geheimniß“, – Nr. 9: „Die Trennung“, – Nr. 10: „Beim Wiedersehen der Puszta“, – Nr. 11: „Verlor’ne Liebe“, – Nr. 12: „Hochzeitstanz“, – Nr. 13; „Schäferlied“. – Nr. 14; „Abschiedsmarsch“, – Nr. 15: „Fröhliches Erwarten“, – Nr. 16: „Wanderlied“, – Nr. 17: „Kirchweihfest“, – Nr. 18: „In der Csárda“, – Nr. 19 „Schalmeienklang“: „Le départ“ (Az elutazás), Op. 46; – „Réminiscences de l’Opéra Hunyadi“, Op. 47; – „Traumgestalten“ (Tündeképek), Op. 48; – „Ábránd Egressy Béni dalai felett“, d. i. Phantasie über ungarische Lieder von Egressi; – „Bucsu hangok eredeti magyar nota“, d. i. Abschiedsklänge; – „Falusi vigalom ered. magy nota“, d. i. Ländliche Freude; – „Honi üdvözlet ered. magy nota“, d. i. Heimatgruß; – „Marche d’Amazone“ (Amaczon induló), Op. 50; – „Fantaisie sur le duo de Hamlet et Ophélia de l’opéra „Hamlet“ de Thomas“; – „La prière du marin. Pièce caractéristique“. Außerdem componirte Emerich Székely etliche Nationaltänze und in den Jahren 1860–1870 eine Folge von Phantasien, welche bis Nummer 20 stiegen und meistens ungarische Volkslieder zum Thema haben. Emerich Székely ist ein in Ungarn sehr beliebter, auswärts aber nur wenig bekannter Compositeur. Seine Salonmusik, in welcher er namentlich das so reizende ungarische Volkslied paraphrasirt, ist ausschließlich national, mildert jedoch, ohne das Charakteristische zu opfern, den ursprünglich oft wilden und leidenschaftlichen Ausdruck, welcher der ungarischen Musik eigenthümlich Von Emerich’s Bruder Stephan ist nur eine gleichfalls bei Rózsavölgyi im Druck erschienene Composition „Csepei emlék“ bekannt. [Porträt. Unterschrift: Facsimile des Namenszuges „Székely Imre“. Barabás 1852 (lith.) (Pesth, A. F. Walzel, Fol.), Beilage des Pesther Musikblattes „Buda Viszhang“. 12. September 1852.] –