BLKÖ:Taucher, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Taubner, Karl
Band: 43 (1881), ab Seite: 135. (Quelle)
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Taucher, Franz (Astronom, geb. zu Klausenburg in Siebenbürgen um 1740, gest. zu Ofen, Todesjahr unbekannt). Nach beendeter Rhetorik (6. Lateinschule) trat er 1754 zu Trencsin in den Orden der Gesellschaft Jesu ein, in welchem er mit Abschluß der philosophischen und theologischen Studien dem Präfecten der Sternwarte in Tyrnau als Adjunct zugewiesen wurde. Später im Lehramte verwendet, wirkte er zunächst als Professor der Ethik zu Klausenburg, dann als Professor der Controversen zu Tyrnau. Nach Aufhebung seines Ordens wurde er an Stelle des 1785 verstorbenen Astronomen Weiß Director der Sternwarte in Pesth. In der Folge Spiritual-Präfect am Ofener General-Seminar, dann Domherr von Fünfkirchen, lebte er in letzterer Eigenschaft privat zu Ofen, wo er auch starb. Die Wiener „Ephemeriden“ enthalten seine astronomischen Beobachtungen. Leider behandelt die auf Quellen bearbeitete Geschichte der St. Gerardsberger Sternwarte zu Ofen von August Heller, welche in Paul Hunfalvy’s „Literarischen Berichten aus Ungarn“ (Budapesth 1878, C. Knoll, gr. 8°.) Bd. II, S. 497–546 enthalten ist, nur die Zeit vor der Ernennung Johann Pasquich’s zum Astronomen im Jahre 1803, da erst mit diesem Zeitpunkte die Pflege der Himmelskunde in Ungarn einen größeren Aufschwung nimmt. Taucher selbst wird in dieser Abhandlung nur einmal (S. 500) und eben nur genannt.

Stoeger (Joh. Nep.), Scriptores Provinciae Austriacae Societatis Jesu (Viennae 1855, Lex.-8°.) p. 361. – Fejér (Georgius), Historia Academiae scientiarum Pazmaniae Archi-Episcopalis ac M. Theresianae regiae literaria (Budae 1835, Typis Reg. Scientiar. Universitatis Hungaricae, 4°.) p. 56 et 98.