BLKÖ:Thanhofer, Ludwig

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Thanhofer, Franz
Band: 44 (1882), ab Seite: 166. (Quelle)
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2. Ludwig Thanhofer (geb. in Ungarn im Jahre 1843) ist ein junger ungarischer Naturforscher der Gegenwart, der, als Arzt und Chirurg in Pesth lebend, daselbst zugleich die Stelle eines Professors der höheren Physiologie, Physik und Chemie am königlichen Thierarznei-Institute und eines Privatdocenten für Histologie an der Hochschule bekleidet. Seine wissenschaftlichen Arbeiten sind in ungarischer und deutscher Sprache erschienen. Wir nennen von denen in letzterer die „Beiträge zur Physiologie und Histologie der Hornhaut des Auges“ (Berlin 1875); – „Die beiderseitige mechanische Reizung des Nervus vagus beim Menschen“ (1875); – „Ueber den Bau der spinalen Ganglienzellen“ (Berlin 1875); seine ungarischen Schriften zählen Szinnyei Vater und Sohn in ihrer „Bibliotheca historiae naturalis et matheseos“ (Budapesth 1878, schm. 4°.) Sp. 779 auf. Ludwig Thanhofer ist gegenwärtig auch Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Commission in der königlich ungarischen Akademie der Wissenschaften und in derselben für Anatomie und Physiologie thätig, ferner Mitglied der naturwissenschaftlichen Gesellschaft in Budapesth und Mitarbeiter an dem von Coloman Szily und Joseph Paszlawszky redigirten Organ derselben: „Természettudományi közlöny“, d. i. Naturwissenschaftliche Zeitschrift. Noch ehe er Mitglied der ungarischen Akademie war, hielt er als Gast Vorträge in derselben, von denen jener in der Sitzung vom 8. October 1877: „Ueber die Entzündung“ hier besonders erwähnt sei, da seine Bedeutenheit für die medicinische Wissenschaft schon aus dem Auszuge erkennbar ist, den die von Paul Hunfalvy herausgegebenen „Literarischen Berichte aus Ungarn“ (Budapesth, gr. 8°.) I. Jahrg. (1877), S. 487 und 488 enthalten.