BLKÖ:Thun-Hohenstein, Sigmund (geb. 1827)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 45 (1882), ab Seite: 35. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Sigmund von Thun und Hohenstein in der Wikipedia
GND-Eintrag: 1080007776, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Thun-Hohenstein, Sigmund (geb. 1827)|45|35|}}

75. Sigmund (geb. 11. Juni 1827). ein Sohn des Grafen Joseph Matthias [s. d. S. 52] vom Majorat Thun-Klösterle aus dessen Ehe mit Francisca geborenen Gräfin Thun vom Zweige Thun-Benatek-Ronsburg, diente anfänglich in der kaiserlichen Armee und erhielt als Oberlieutenant im 9. Huszaren-Regiment für sein ausgezeichnetes Verhalten im ungarischen Feldzüge 1849 die ah. Belobung. Später trat er aus dem Militärdienste und – ziemlich spät – ins politische Leben ein. 1867 vom Großgrundbesitze in den böhmischen Landesausschuß gewählt, wurde er von dem Oberstlandmarschall Fürsten Adolph Auersperg zu dessen Stellvertreter bestimmt. 1870 mit der Würde eines geheimen Rathes bekleidet und noch am 29. Juni d. J. mit dem Orden der eisernen Krone erster Classe ausgezeichnet, folgte er im September dem Freiherrn von Poche auf dem Statthalterposten in Mähren. Im October 1872 wurde der Graf Landespräsident des Herzogthums Salzburg, welche Stelle er noch zur Stunde einnimmt. Aus seiner am 10. Juli 1855 geschlossenen Ehe mit Mathilde geborenen Gräfin Nostiz-Rhienek (geb. 29. December 1831), Palastdame der Kaiserin, sind zwei Söhne, die Grafen Joseph und Felix vorhanden, welche Beide in der kaiserlichen Armee dienen. –