BLKÖ:Tolnay, Alexander

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 46 (1882), ab Seite: 27. (Quelle)
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Tolnay, Alexander (Veterinärarzt, geb. zu Csömete im Eisenburger Comitate, Geburtsjahr unbekannt, gest. 25. Mai 1818). Der Sproß einer ungarischen Adelsfamilie. Er widmete sich dem Studium der Thierarzneiwissenschaft, welches er in Wien unter Wolstein beendete. 1786 erhielt er die Professur der Veterinärkunde an der Pesther Universität und blieb in dieser Stellung bis zu seinem 1818 erfolgten Tode. In seinem Fache schriftstellerisch thätig, hat er folgende Werke herausgegeben: „Von der Nothwendigkeit und dem Nutzen der Thierarznei, besonders für Ungarn. Eine akademische Rede bei Antritt seines Lehramtes gehalten..“ (Pesth 1787, Landerer, 8°.); – „Barmokat orvoslo-könyv, melyet a közjónak hasznára ki-bocsátott“, d. i. Aerztliches Thierbuch u. s. w. (Pesth 1795, Landerer, XVI und 310 S. mit drei Tafeln, 8°.); – „Artis veterinariae compendium pathologicum de cognoscendis, de curandis animalium epidemico-contagiosis et praecipuis sporadicis morbis. Cum adnexis formulis et tabellis...“ (Pestini, Posonii et Lipsiae 1799, Landerer, XVI und 254 S. mit Taf., 8°.); davon erschien von Joh. Jos. Wilh. Lux eine deutsche Bearbeitung unter dem Titel: „Praktisches Handbuch der Erkenntniß und Heilung der Seuchen, Contagionen und der vorzüglichsten sporadischen Krankheiten der Rinder, Pferde, Schafe und Schweine und der Hundswuth. Nebst einer vorangehenden Abhandlung: wie ein Thierhospital mit einer populär viehärztlichen Anstalt in jeder großen Stadt ohne Kosten der Regierung zu errichten sei“ (Leipzig 1808, neue Aufl. 1817, 8°., XL und 372 S., 8°.); eine Uebersetzung dieses Werkes in slovakischer Sprache erschien zu Neusohl 1808; – „A lovak külső szép vagy rút temetek s hibái megesmeréséről és azoknak belső és külső betegségeik orvoslásáról“, d. i. Ueber das Erkennen der äußerlichen schönen oder häßlichen Gestalt und der Fehler der Pferde (Preßburg und Pesth 1804, Landerer; neue Aufl. Ofen 1816, Eggenberger, 8°.); – „Institutiones de praecavendis ac curandis luibus“ (Ofen 1816, Eggenberger), davon erschien im nämlichen Jahre und Verlage eine ungarische und deutsche Ausgabe. Auch übersetzte er Max Fugger’s Herrn von Kirchberg und Wissenborn Werk „Von der Zucht der Kriegs- und Bürgerpferde und Bruchstücke über wilde, halbwilde, militärische und Landgestüte“, welches Wolstein und Schosulan aus der altdeutschen Ausgabe des Jahres 1578 ins Neudeutsche übertragen und mit Anmerkungen versehen hatten (Wien 1786, 8°.), unter dem Titel: „Fugger Mark a lovak neveléséről irt könyve“, két kötet (Bécs 1786, J. Kurtzbeck, 8°., XIV, 142 und 175 S.) ins Ungarische. Viele Jahre besorgte Tolnay unentgeltlich die Heilung ärarischer Pferde und wurde dafür von Seiner Majestät dem Kaiser im Jahre 1807 mit der kleinen goldenen Civilverdienstmedaille ausgezeichnet.

Schrader-Hering. Biographisch-literarisches Lexikon der Thierarzte aller Zeiten und Länder [28] (Stuttgart 1863, Ebner und Seubert, gr. 8°.) S. 430 [sehr mangelhafter Artikel, insbesondere im Hinblicke darauf, daß er in einem Lexikon der Thierärzte steht]. – Preßburger Zeitung, 1818, Nr. 37. – Tudományos gyüjtemény, d. i. Wissenschaftliche Sammlung, 1818, Bd. V, S. 127. – Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zusammengestellt von Jacob Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich, 8°.). Zweiter (den ersten ergänzender) Theil, S. 344.