BLKÖ:Winterhalter, Franz Xavier

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Winterhalter, Joseph
Band: 57 (1889), ab Seite: 87. (Quelle)
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Verwandt mit den beiden obigen Künstlern: dem Bildhauer und dem Historienmaler, ist

Franz Xavier Winterhalter (geb. am 20. April 1806 zu Mengenschwand im Badenschen, gest. am 8. Juli 1873 zu Frankfurt am Main). Dieser Hofporträtmaler par excellence, welcher meist in Paris lebte und sich schon in den Dreißiger-Jahren eifrig mit Lithographie beschäftigte, lithographirte zu jener Zeit die Bildnisse des Kaisers Franz I. und der Erzherzogin Sophie nach den Oelbildern von Stieler, und gehören diese Bilder zu den schönen Leistungen des sich eben damals bahnbrechenden Steindruckes. Im Jahre 1864, als er schon auf der höchsten Höhe seines Ruhmes und Rufes als Bildnißmaler stand, folgte er einer Einladung nach Wien, wo er das reizende Bildniß Ihrer Majestät der Kaiserin und Seiner Majestät des Kaisers wiederholt, ein Mal für Ihre Majestäten, das andere Mal für den Kaiser und die Kaiserin von Mexico malte. Ein drittes Porträt der Kaiserin Elisabeth stellt dieselbe in Morgentoilette mit dem prächtigen freiherabwallenden Haare dar. Die anderen Bildnisse Ihrer Majestäten sind von Professor Louis Jacoby mit bekannter Meisterschaft gestochen worden. Außerdem malte Winterhalter damals in Wien die Bildnisse des Kaisers Maximilian und der Kaiserin Charlotte von Mexico, welche später von dem Maler Graefle in München copirt wurden; die Mutter Seiner Majestät des Kaisers, die Erzherzogin Sophie, die Fürstin Thurn und Taxis, Schwester der Kaiserin Elisabeth, und den Prinzen Wasa.