BLKÖ:Wittmann von Neuborn, Eduard

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wittmann, Ev.
Band: 57 (1889), ab Seite: 164. (Quelle)
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Wittmann von Neuborn, Eduard (k. k. Oberstlieutenant a. D., geb. zu Wodnian in Böhmen am 6. April 1822). Der militärischen Laufbahn sich widmend, trat er im März 1834 in die Wiener-Neustädter Akademie, aus welcher er im September 1840 als Lieutenant minderer Gebühr zu Schön-Infanterie Nr. 49 eingetheilt wurde. 1844 zum Lieutenant höherer Gebühr, im März 1849 zum Oberlieutenant im Regimente befördert, kam er noch im Juli letzteren Jahres als Hauptmann zweiter Classe in das Peterwardeiner Grenz-Regiment Nr. 9. Nach rasch aufeinander erfolgten Uebersetzungen in das Brooder Grenz-Regiment Nr. 7, dann zu Erzherzog Leopold-Infanterie Nr. 53, ward er im Juni 1859 Major bei Hartmann-Infanterie Nr. 9, im October 1860 Commandant des 15. Jäger-Bataillons und 1865 Oberstlieutenant in demselben, trat aber schon im August 1866 in den Ruhestand. Während dieser 25jährigen Dienstzeit war Wittmann im militärischen Lehramte verdienstlich thätig und stand mit Auszeichnung vor dem Feinde im Felde. Zehn Jahre war er nämlich Professor des Militär-Styls in der Neustädter Akademie, in welcher Stellung er auch ein „Lehrbuch der Militär-Statistik“ für die Akademie schrieb. Als Lieutenant machte er die Einschließung und Einnahme Wiens durch den Fürsten Windisch-Grätz im October 1848 mit, focht 1849 im ungarischen und 1859 im italienischen Feldzuge und erhielt für seine Leistungen im October vor Wien [165] und dann während des Feldzuges in Ungarn die ah. Belobung, am 15. August 1859 aber für sein Verhalten bei Palestro, Magenta und Solferino das Militär-Verdienstkreuz. Am 25. Juni 1870 wurde er zum Commandanten des steirischen Landwehr-Bataillons Nr. 17 in Gratz ernannt.

Thürheim (Andreas Graf). Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee (Wien und Teschen 1880, Prochaska, gr. 8°.) Band I, S. 363, Jahr 1859. – Svoboda (Johann). Die Zöglinge der Wiener-Neustädter Militärakademie u. s. w. (Wien 1870, Geitler, Lex. 8°.) Sp. 698.