Das Grab des Hunnenkönigs

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Textdaten
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Autor: Theodor Lachmann
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Titel: Das Grab des Hunnenkönigs
Untertitel:
aus: Überlinger Sagen, in: Alemannia, Band XVII, S. 265
Herausgeber: Anton Birlinger
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1889
Verlag: Peter Hanstein
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Erscheinungsort: Bonn
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA*, Commons
Kurzbeschreibung:
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[265] 9 DAS GRAB DES HUNNENKÖNIGS

In dem Überlingen Walde Sigmundshau, in der Nähe des uralten Hofguts Höllwangen, stet ein kegelförmiger Berg, mit einem Erdwall umgeben. Es ist diß ein sog. Ringwall oder eine Völkerburg und heißt noch jezt beim Volke nur „die Burg“. Wenn man auf dem Gipfel des Berges wandelt, tönt es unter den Füßen, als ob der ganze Berg hol wäre. In disem Berge ist das Grab des Hunnenkönigs. Der Leichnam ruht in einem Diamantsarge, welcher wider von einem goldenen Sarg umgeben ist; der goldene Sarg aber befindet sich in einem silbernem Sarg, der silberne in einem kupfernen, diser in einem zinnernen; dann folgt ein eiserner und zulezt ein eichener. So ist in 7 Särgen die Königsleiche verwart. Niemand aber kann die rechte Stelle finden, obgleich schon da und dort nachgegraben wurde. Denn diejenigen, welche das Grab gemacht, musten mit verbundenen Augen arbeiten, damit die Stätte nicht verraten wurde. Auch bei Winterlingen get die Sage.

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