Das Heil von außen

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Autor: Kurt Tucholsky
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Titel: Das Heil von außen
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aus: Fromme Gesänge, S. 60
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1919
Verlag: Felix Lehmann
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Erscheinungsort: Charlottenburg
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Originalherkunft:
Quelle: ULB Düsseldorf und Commons
Kurzbeschreibung:
Erstdruck in: Weltbühne, 1. Mai 1919
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Das Heil von außen


Was wir bereits gestorben glaubten,
ist, hols der Teufel, wieder da:
die alten achselstückberaupten
Kommis der Militaria.

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Das wandelt wie in alten Tagen,

für alles Neue gänzlich taub:
man trägt nur manches auf dem Kragen
und ist ein Kerl mit Eichenlaub.

Das sind doch alles Kleidermoden:

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der Ärmelschmuck und wie das heißt …

Matt stellt sich einfach auf den Boden
der neuen Welt – im alten Geist.

Und haben wir den Krieg verloren:
die Herren, silberig besternt,

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verschließen ihre langen Ohren –

sie haben nichts dazugelernt.

Und nur ein Friede kann uns retten,
ein Friede, der dies Heer zerbricht,
zerbricht die alten Eisenketten –

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Der Feind befreit uns von den Kletten.

Die Deutschen selber tun es nicht.