Die Brot-Schuhe

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Textdaten
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Autor: Brüder Grimm
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Titel: Die Brot-Schuhe
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aus: Deutsche Sagen, Band 1, S. 319–320
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1816
Verlag: Nicolai
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google, Commons
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: [1]
Bild
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Bearbeitungsstand
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[319]
237.
Die Brot-Schuhe.
Mündlich, aus Deutschböhmen.


Einer Bürgersfrau war ihr junges Kind gestorben, das ihr Augapfel war, und wußte gar nicht genug, was sie ihm noch liebs und guts anthun sollte, eh es unter die Erde käme und sie’s nimmermehr sehen würde. Und wie sie’s nun im Sarg auf das beste putzte und kleidete, so däuchten ihr die Schühlein doch nicht gut genug und nahm das weißeste Mehl, [320] was sie hatte, machte einen Teig und buck dem Kind welche von Brot. In diesen Schuhen wurde das Kind begraben, allein es ließ der Mutter nicht Rast noch Ruh, sondern erschien ihr jammervoll, bis sein Sarg wieder ausgegraben wurde und die Schühlein aus Brot von den Füßen genommen und andere ordentliche angezogen waren. Von da an stillte es sich.