Die Donauquelle in Donaueschingen

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Titel: Die Donauquelle in Donaueschingen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 3
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1887
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[51] Die Donauquelle in Donaueschingen. (Mit Illustration S. 37.) Im Süden des Großherzogthums Baden, am Ostabhange des Schwarzwaldes, liegt das alte Städtchen Donaueschingen, schon in den Tagen der Karolinger bekannt, die Residenz des ehemaligen Fürstenthums Fürstenberg. Neben dem schönen Schlosse, das durch seine künstlerischen und litterarischen Schätze berühmt ist, quillt in einem runden Becken, von einem steinernen Geländer umrahmt, ein klarer Quell, der Quell der Donau. Glitzernde Sonnenlichter fallen von oben herab in diesen Born, und die Heimathbäume rauschen über dem stillen Wässerchen, welches sich nichts davon träumen läßt, daß es 2800 Kilometer abwärts fließen soll durch alemannisches, schwäbisches und bayerisches Land, durch Oesterreich und Ungarn, an den Grenzen von Serbien, der Walachei und Bulgariens vorüber ins ferne Schwarze Meer. Und welche reiche Gesellschaft findet die Donauwelle während ihres langen Thalwegs! Kaum hat sie unterirdisch ihren Brunnen verlassen, so vereinigt sie sich mit zwei größeren Schwarzwaldbächen, der Breg und der Brigach, in einer sumpfigen Ebene, welche ehedem ein See war, dessen Abfluß die Donau bildete; nachdem die junge Donau die Zuflüsse aus den fernsten Gauen des Böhmerwaldes, den entlegensten Hochthälern von Tirol und Graubünden aufgenommen, wird aus dem winzigen Quell einer der stolzesten Ströme Europas, eine Völkerstraße, welche West und Ost verbindet.