Die Einfahrt bei Stockholm

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Textdaten
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Autor: Eugène Peschier
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Titel: Die Einfahrt bei Stockholm
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aus: Die Gartenlaube, Heft 19, S. 314–316
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1875
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[314]
Die Einfahrt bei Stockholm.
Von Eugène Peschier.
Mit Abbildung.


„Schön wie ein Traum“, so rief der englische Dichter Byron. als er auf der Höhe von Chêbres zum ersten Mal den herrlichen Leman, bergumkränzt, blauschimmernd tief unter sich liegen sah. Derselbe Ruf des Entzückens entreißt sich der Brust des Wanderers beim ersten Anblick der schwedischen Hauptstadt, er mag ihr zu Lande nahen oder auf der Ostsee. Er fliegt über den Felsboden des dem Meere entstiegenen Landes an düstern Tannen, an stillen einsamen Seen vorbei, hört nur den Hammer, der das Eisen schmiedet, oder die Axt, welche die Bäume des Waldes fällt; plötzlich ist er in tiefe Nacht begraben; er rauscht unter Södermalm, der Südvorstadt Stockholms hin, und kaum ist er der Tiefe entkommen und tritt auf den Riesendamm und die eisengeschmiedete Brücke, da schaut er dem traumhaften Mälarsee in das tiefblaue Auge und erblickt die schöne Stadt, die in zwei Wassern schwimmt. Noch gewaltiger, unvergleichlich schön ist der Eindruck, wenn der Reisende bei Malmö sich dem Dampfboot anvertraut, die Ostsee im Norden von Oeland durchfurcht und bei dem Leuchtthurm Landsort in die Stockholmer Scheren einbiegt, an der Seeveste Waxholm, an zahllosen mit Villen übersäeten Inseln vorbeifährt und plötzlich hinter einem Mastenwalde die Südvorstadt Stockholms wie ein riesiges Amphitheater emportauchen sieht.

Wiederum reiht sich Insel an Insel, vor Allem die schöne Thiergarteninsel, wo aus nacktem Fels ein wahres Paradies geschaffen ward und schon die Namen der lieblichen Landhäuser, Alhambra, Tivoli, Novilla, Manilla, Rosendal etc. duftige Märchen vor die Seele rufen, die noch nicht ahnt, daß das nicht lauter Lusthäuser sind, sondern theilweise Schöpfungen der Barmherzigkeit. Jetzt rasselt der Anker, lustig flattert die schwedische Flagge vom Castell der Schiffsinsel herab, und die Batterie donnert dem grüßenden Schiffe die Antwort entgegen. Umwogt von riesigen Nordfahrern, schwerbeladenen Kauffahrteischiffen, zierlichen Schaluppen und winzigen Nachen, die wie glänzende Mücken unter reichbefiederten Seevögeln im Sonnenlichte schwärmen, umflattert von den Flaggen des Nordens, setzt der Reisende den Fuß auf die prachtvollen Quadern des Quais, überwältigt von der imposanten Scenerie, die ihn umfängt. Diesen Schlußpunkt der Seefahrt, die Ankunft im Nordhafen Stockholms, führt uns unser heutiges Bild vor. Dem Besucher wird diese Einfahrt unvergeßlich bleiben. Stockholm gehört mit Neapel, Venedig, Antwerpen zu den Perlen der fluthumrauschten Städte.

Franz Wallner, der moderne Odysseus, der direct vom goldenen Horn am Bosporus zu den nordischen Buchten gewandert war, giebt in seinen „Nordlandfahrten“ dem Hafen der nordischen Hauptstadt unbedingt den Vorzug vor der als unvergleichlich gerühmten Einfahrt bei Stambul. Denn wer den [315] Quai betritt, an den schönen Markthallen vorbei in’s Innere der Stadt eilt, der gelangt nicht, wie in der türkischen Weltstadt, in enge schmutzige Gassen; er braucht nicht Schaaren herrenloser, fast heilig gehaltener Hunde auszuweichen, oder sich ängstlich zu hüten, den Kaftan eines Rechtgläubigen zu streifen. Stattliche Gebäude, reinliche Häuser, aus massivem Stein erbaut, um den früher in Stockholm so häufigen verheerenden Feuersbrünsten zu wehren, erheben sich vor ihm; ein rühriges Leben umwogt ihn, und ein Volk tritt ihm entgegen, so frisch und markig, so gastfreundlich und treuherzig, daß Einem wirklich das Herz aufgeht.

Ich habe einen schönen Traum geträumt inmitten dieses glücklichen Phäakenvolkes, das unter milden, kunstsinnigen, volksfreundlichen Herrschern schon über ein halbes Jahrhundert den tiefsten Frieden genießt, die Schätze seines Landes, Holz und Eisen, mit unermüdlichem Fleiße ausbeutet, unter harten Steinen nach der weichen Erde wühlt, die es auf die Felsen schüttet, um sein Korn zu säen, kühne Eisenbahnen in die Felsen schmiedet, Canäle und Schleußen mitten durch grauenerregende Wasserstürze führt und trotz der harten Arbeit einem heitern Lebensgenusse ergeben ist. Obwohl nicht reich, doch die Ausgabe nicht ängstlich ermessend, kommt der Schwede dem Fremden mit edler Gastfreundschaft entgegen, wie er denn überhaupt einen hohen, edlen Sinn zeigt. Selig lauscht er dem Sänger, ob er die alten Helden und Wikinger feiert, oder von dem Haideröschen, „der Blume“ singt, oder die Tollheiten des Volkes gutmüthig verspottet. Man zähle die Denkmäler, welche König und Volk ihren Kriegs- und Geisteshelden errichtet, man studire die Namen der Straßen, welche an edle Stifter erinnern, man durchwandere die vielen wohlthätigen Anstalten für Greise, Wittwen, Waisen, Kranke und Irre, man feiere die originellen Feste mit, bei welchen der Frühling der Natur wie des Geisteslebens bejubelt wird, man sehe das Landvolk schaarenweise nach dem Nationalmuseum strömen, um dort die Trümmer der Steinzeit anzustaunen, in den zerrissenen und blutigen Gewändern der Kleiderkammer die Leiden ihrer Helden, in den Waffen der Rüstkammer die Kraft ihrer Vorfahren zu bewundern, man lausche den Molltönen ihrer tausend Volkslieder – und aus alledem fügt sich ein tiefharmonisches, ergreifendes Bild zusammen, das Einen treu begleitet.

Wohl fühlt sich der Fremde in Schweden auch von manchen Uebelständen peinlich oder gar schmerzlich berührt; namentlich fordert in diesem nordischen Klima die Trunksucht manches Opfer, aber davon mag Der melden, welcher länger und tiefer hineinschaut in das eigenthümliche Volksleben. Das erfahre man aus der reichen Literatur der Schweden, aus den trefflichen Romanen einer Bremer, Flygare Carlén, Sophie Schwartz! Wer Lust und Leid des Volkes kennen lernen will, der lese die „Erinnerungen eines Miethkutschers“ von August Blanche!

Unser Bild führt uns nur einen Punkt der Hauptstadt vor, und so müssen wir uns auch auf die Erklärung dieser Partie beschränken, die auf engem Raume so viel Schönes umfaßt. Es versetzt uns mitten in das Herz der Hauptstadt, da wo die Salzsee, durch den Nordstrom mit dem Süßwasser des Mälar oder Lögar verbunden, den einen Arm um den ursprünglichen Kern Stockholms schlingt. Die süßen Gewässer des Landes haben das salzige Naß der Ostsee schon so durchdrungen, daß der Matrose seinen Trunk im Hafen aus der Fluth schöpft.

Die Vorderseite unseres Bildes, „der Königsgarten“ genannt, war noch vor kurzer Zeit vom „Näckestrom“ überfluthet. Wo einst die Nixen im Mondscheine gespielt, laden jetzt die Dryaden in ihre lauschigen Winkel und unter duftige Linden. Wo einst die beutelustige Möve flatterte, erhebt sich das Standbild des Kriegshelden Karl’s des Zwölften, und an das Rauschen des Wassers erinnert nur noch die bronzene Fontaine des Bildhauers Molin, welche in sinniger Weise die Vereinigung des Süßwassers mit dem Meere darstellt. Ein Nix bezaubert durch sein Harfenspiel den furchtbaren Meergott und seine schönen Töchter, die ihn verführen sollten und nun, seinen Tönen lauschend, die Fahrzeuge der Menschen ungefährdet lassen.

Auch die linke Seite unseres Bildes war noch vor wenigen Jahren mit unscheinbaren Hütten bedeckt, während sie jetzt zwei Prachtgebäude schmücken und die Lücke zwischen beiden in kurzer Zeit durch neue Bauten ausgefüllt werden soll, so daß sich die stolze Königsburg auf der Rechten ihres Vis-à-vis nicht mehr zu schämen braucht. Das vordere ist das in vorigem Sommer eröffnete Grand Hôtel, das hintere das Nationalmuseum. Eine schöne 550 Fuß lange, 7741 Centner wiegende, auf vier Granitpfeilern ruhende Brücke, deren luftige Bogen auf unserm Bilde durch das Takelwerk der Schiffe bemerkt werden, führt nach der Schiffsinsel, wo die schwedische Flotte ihre Kasernen, Magazine, Schuppen und ihre Kirche hat. Daran schmiegt sich die Castellinsel, ein einziger Granitfelsen, den Menschenhand mit Erde bedeckt und mit Bäumen bepflanzt hat. Dahinter, auf dem Bilde unsichtbar, dehnt sich die Thiergarteninsel aus, die besuchteste Promenade der Stockholmer, mit dem berühmten „Hasselbacken“, den der beliebte Volksdichter Bellmann, „der schwedische Anakreon“, unsterblich gemacht hat. Im Schatten seiner Lieblingseiche steht seine Büste und alljährlich versammelt sich hier das Volk, um ein höchst originelles, in seiner Art einziges Volksfest zu feiern. Die Königsburg zeigt uns ihre östliche Façade mit dem lieblichen Luchshof, der hoch auf einer Granitmauer ruht, und von dem granitene Stufen zum schönen breiten Quai hinabführen, Dieser Theil des Schlosses wird von der Königinmutter, der Wittwe Oscar’s des Ersten, bewohnt. Man füge in Gedanken zu dieser einen Façade die drei andern zum Theil noch breiteren, alle durch prachtvolle Portiken in der Mitte durchbrochen, und man frage sich, ob dieses Riesenquadrat, auf imposanter Höhe zum Himmel emporragend, nicht eine der schönsten Königsburgen ist, welche im Herzen einer Hauptstadt sich erheben.

Der Haupteingang liegt nach Norden. Dort erhebt sich der Unterbau des Schlosses 126½ Fuß hoch über den Quadern der Brücke und nimmt eine Breite von 721½ Fuß ein. Eine stolze 31½ Fuß hohe Rampe aus gewaltigen Granitquadern führt zum Porticus empor; zwei Riesenlöwen, aus Bronze gegossen, bewachen in halber Höhe den Eingang, über welchem die Genien des Ruhms das schwedische Reichswappen tragen. Treuer noch als die Löwen schützt die Burg heutzutage die lebendige Liebe des Volkes, das nicht ängstlich abgehalten wird vom Zutritte, sondern, wie in Wien, frei den Burghof durchströmt zum Tagewerk und zur Lust am Feierabend. Es ist unmöglich, die Pracht der inneren Räume, die Fülle der kostbaren Kunstschätze zu schildern, welche diese zahllosen Gemächer füllen und schon bei flüchtigem Durchwandern ganze Tage in Anspruch nehmen. Mir bleibt der Besuch eine unvergeßliche Erinnerung, denn ich hatte den kundigsten, den liebenswürdigsten Führer. König Oscar der Zweite selbst lud mich huldvollst ein, unter seiner Führung seine Privatgemächer zu besichtigen, wo er über das Wohl seines Landes sinnt und in weihevollen Stunden die schönsten Blüthen in den reichen Dichterkranz Schwedens flicht, wie er schon früher als Admiral der schwedischen Flotte seine herrlichen „Flottenlieder“ am Mastbaume auf freier Meeresfluth gedichtet. Wie mancher Fürst schaut blasirt auf die Schätze, die ihn umgeben. König Oscar der Zweite aber zeigte mir mit kunstvollem Verständniß, das überall von lebendiger persönlicher Erinnerung an den Geber getragen war, die wundervollen Gobelins, Sèvres-Vasen, Waffen und Gemälde, welche in seltener Auswahl und Fülle die in allen Farben glänzenden Wände schmücken.

Auf dem Schreibtische des Königs steht neben dem Bilde seiner Gemahlin und seiner Kinder die Photographie des Kronprinzen von Deutschland, den der König bei dessen Besuche so lieb gewonnen. Hier im Schlosse oder auf dem lieblichen Drottningholm, wo vom Anfange bis Ende des Banketts nur aus goldenen Schüsseln gegessen wurde, hat vielleicht der künftige Kaiser von Deutschland die Anregung erhalten, seine Söhne an einem Gymnasium unterrichten zu lassen, denn auch des Königs von Schweden Kinder besuchten die öffentlichen Schulen der Stadt.

„Welch ein Abgrund trennt doch die jetzige Friedenszeit von der sechshundertjährigen Vergangenheit des Schlosses! Jahrhunderte lang ereigneten sich an dieser Stätte, in der von immer wiederkehrenden Feuersbrünsten verzehrten, immer neu wie ein Phönix aus den Flammen erstehenden Burg des Birger Jarl Gräuel und Verbrechen, wie sie uns die Mythen und Tragödien des alten Griechenlands nicht furchtbarer und blutiger vor die bestürzte Seele rufen. Von dreiundfünfzig Regenten, die in der alten und in der neuen Königsburg gewohnt, sind nur elf eines natürlichen Todes im Schlosse gestorben. Alle anderen endeten auf dem Schlachtfelde, auf Reisen, auf der Flucht, im Kerker oder von Mörderhand. Erst seit Bernadotte, dem freigewählten König [316] Karl dem Vierzehnten Johann, glänzt statt der blutigen Fackel ein goldener Friedensstern über dem Lande und seinem schönen Königsschlosse.

Das prachtvolle Grand Hôtel, das mit einem Kostenaufwande von drei Millionen Reichsthaler errichtet wurde, schließt sich den schönsten Etablissements dieser Art würdig an. Es enthält ein eigenes Telegraphen- und Zollamt für die Reisenden. Die Gemächer sind theilweise fürstlich eingerichtet und ahmen treu die originellsten Style des siebenzehnten und achtzehnten Jahrhunderts nach. Von dem Dache aus genießt man jetzt die schönste Aussicht über Stockholm, die selbst die berühmte Rundschau vom „Moseshügel“ aus weit übertrifft.

Ein prächtiges Denkmal schwedischen Kunst- und Vaterlandssinns bietet das Nationalmuseum, im Renaissancestyl nach dem Muster mehrerer Paläste in Venedig erbaut und, wie diese, von der Fluth bespült. Die Hauptfaçade ist mit einer Vorhalle von einheimischem Marmor geziert, in den Nischen stehen die Brustbilder der berühmtesten Männer der schwedischen Neuzeit. Gleich beim Eingange bleibt der Besucher stehen, überwältigt von dem Eindrucke, den die Marmorstatuen der alten Götter Skandinaviens, von Fogelberg gemeißelt, auf ihn machen. Riesengroß stehen hier Odin, der Gott der Helden und der Dichtkunst, Thor, der Gott der wiedererwachenden Natur, und des kräftigen, die Fesseln brechenden Volksgeistes; über ihnen schwebt vom Balcon herab, zu welchem Marmortreppen führen, der holde Balder, der Gott des Frühlings und der Liebe, um den die Götter weinten und in dessen Tode sie die Götterdämmerung, ihren eigenen blutigen Untergang, ahnten.

Im Erdgeschosse wird eine wundervolle Sammlung von Ueberresten aus den drei Hauptperioden des schwedischen Alterthums, der Steinzeit, dem Bronze-Alter und der Eisenzeit, verwahrt; eben dort ist auch eine hübsche Ausstellung ägyptischer Alterthümer. In den ersten Stockwerken befinden sich das Sculpturmuseum und die Leibrüstkammer, im obersten Stockwerke, von oben beleuchtet, die Gemäldegallerie, welche früher im königlichen Schlosse prangte und die der königliche Besitzer hochherzig dem nationalen Museum schenkte.

Ich kann hier die Fülle der so mannigfachen Schätze, die täglich vermehrt werden und mehrmals in der Woche allem Volke zur unentgeltlichen Besichtigung offen liegen, auch nicht einmal andeuten.

Zum Schlusse will ich nur ein neben dem Nationalmuseum sich fast heimlich versteckendes Denkmal noch erwähnen, das ebenso kunstvoll wie originell ist. Seit 1867 steht hier an der ungünstigsten Stelle das Meisterwerk Colin’s, die Gruppe der Gürtelspanner. Sie stellt die alterthümlich schwedische Art des Zweikampfes dar. Beide Kämpfer wurden mittelst eines um die Mitte des Leibes geschnürten Gürtels Brust gegen Brust, verbunden und zerfleischten sich gegenseitig mit ihren Messern. Diese Zweikämpfe entstanden meistens bei hochzeitlichen Gelagen, und die dazu eingeladenen Frauen nahmen gewöhnlich für ihre Männer das Leichengewand mit.

Wenn dieses Denkmal an Kämpfe erinnert, so grausig wie die düstersten Blätter der blutgetränkten Edda, wenn es wenig stimmt zu der friedensvollen Umgebung, deren plätschernde Wogen jetzt von süßeren Mären plaudern, so mag dagegen die Bemerkung einen versöhnlicheren Schluß bilden, daß seit lange das Duell in jeglicher Form in Schweden mit entehrenden Strafen verfolgt wird, daß sich die zweitausend Studenten in Upsala in würdigerer Weise verständigen, und daß schönere Bande, als der furchtbare Gürtel, die Männer Schwedens zum edeln Wetteifer verknüpfen.

Ich, gedenkend der holden Tage, die ich in Stockholm verbracht, möchte schließen mit dem Verse, welcher der Edda entnommen ist:

Weißt du den Freund, dem du wohl vertraust,
Und erhoffst du Holdes von ihm,
So tausche Gesinnung und Gaben mit ihm
Und suche manchmal sein Haus heim.