Die Zwerglöcher

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Textdaten
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Autor: Brüder Grimm
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Titel: Die Zwerglöcher
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aus: Deutsche Sagen, Band 1, S. 390–391
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1816
Verlag: Nicolai
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalsubtitel:
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Quelle: Google, Commons
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: [1]
Bild
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Bearbeitungsstand
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[390]
302.
Die Zwerglöcher.
Behrens curiöser Harzwald S. 37. 75. 76.


Am Harz in der Grafschaft Hohenstein, sodann zwischen Elbingerode und dem Rübenland, findet man oben in den Felsenhöhlen an der Decke runde und andere [391] Öffnungen, die der gemeine Mann Zwerglöcher nennt, wo die Zwerge vor Alters, vermittelst einer Leiter, ein- und ausgestiegen seyn sollen. Diese Zwerge erzeigten den Einwohnern zu Elbingerode alle Güte. Fiel eine Hochzeit in der Stadt vor, so gingen die Eltern oder Anverwandten der Verlobten nach solchen Höhlen und verlangten von den Zwergen messingne und kupferne Kessel, eherne Töpfe, zinnerne Schüssel und Teller und ander nöthiges Küchengeschirr mehr. Darauf traten sie ein wenig abwärts, und gleich hernach stellten die Zwerge die gefoderten Sachen vor den Eingang der Höhle hin. Die Leute nahmen sie sodann weg und mit nach Haus; wann aber die Hochzeit vorbei war, brachten sie alles wieder zur selben Stelle, setzten zur Dankbarkeit etwas Speise dabei.