Einer Toten

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Textdaten
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Autor: Sophie Hoechstetter
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Titel: Einer Toten
Untertitel:
aus: Vielleicht auch Träumen. Verse. S. 45
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1906
Verlag: Müller
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Erscheinungsort: München und Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Princeton-USA* = Commons, E-Text ngiyaw-ebooks
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: [1]
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Bearbeitungsstand
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EINER TOTEN

Die Nacht ging hin – der Morgen tagt
Und muß die Welt des Traums zerstören –
Ich kann die Worte, die du einst gesagt
Nur noch mit meinem Herzen hören.

5
Der Saal ist still – dein leichter Tritt

Der war, wie wenn sich Töne sanft verlören,
Verklang – und ich kann deiner Füße Schritt
Nur noch mit meinem Herzen hören.

Das Haus ist leer – die Sonne blickt so kalt,

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Was hilft dem Einsamen, sich zu empören?

Ich kann die Stimme, die mir lang verhallt
Nur noch mit meinem Herzen hören –

Der Garten schläft – einst klang mir dort
Dein Lachen – klang, mich zu betören –

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Ich schleiche mich von seinen Wegen fort,

Dein Lachen werd’ ich niemals wieder hören –

Was ruf’ ich dich – mir ist dein Trost versagt,
Was ruf’ ich dich, die Ruhe dir zu stören –
Ich muß die Stimme, die mich tief verklagt

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Ein langes Leben noch im Herzen hören.