Fernsicht

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Textdaten
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Autor: Wilhelm Hertz
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Titel: Fernsicht
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aus: Gedichte, S. 45f.
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1859
Verlag: Hoffmann und Campe
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Erscheinungsort: Hamburg
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Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[45]
Fernsicht.

Auf des Berges höchstem Scheitel
     Steh’ ich allezeit so gerne,
Wandersehnsucht, Wunderahnung
     Zieht mich nach der lichten Ferne.

5
Und im Herzen hör’ ich’s rauschen,

     Jubelschlag von Adlerschwingen,
Und es wähnt die trunkne Seele,
     Durch’s Unendliche zu dringen.

Doch wie bald wird’s bang’ und öde,

10
     In dem schwindlich weiten Raume,

Und nach einer Stelle flücht’ ich
     An der Berge blauem Saume.

Schwimmen doch wie sel’ge Inseln
     Wollig weiche Wolken drüber,

15
Und nach deinen lieben Augen

     Fliegt mein müdes Herz hinüber.

[46]

Ja, ich seh’ dich grüßend wallen
     Durch die fernen Lichtgefilde,
Und mein Wähnen und mein Träumen

20
     Wird mir zum lebend’gen Bilde.