Geschichte des Deutschen Buchhandels Band 1/Erläuterung der graphischen Tafeln

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Hinweis (Wiksiource): Die hier erläuterten Tafeln finden sich auf der Seite Graphische Tafeln. Autor der Erläuterungen ist Friedrich Zarncke (1825–1891).


[786]

Erläuterung der graphischen Tafeln

zur Statistik des deutschen Buchhandels

in den Jahren 1564 bis 1765.

Von Fr. Zarncke

(Vgl. hierzu Tafel I–III.)

Als im Jahre 1850 Schwetschke’s „Codex nundinarius“ erschien, der eine Statistik des deutschen Buchhandels nach den Meßkatalogen von 1564 bis 1765 unter mannigfachen Gesichtspunkten darlegte, widmete ich demselben alsbald ein eingehendes Studium, und die vielfachen überraschenden Resultate desselben erregten mein lebhaftestes Interesse. Aber bald stellte sich mir das Bedürfnis heraus, die Sprache der Ziffern beredter und deutlicher zu machen, und ich entwarf eine Reihe graphischer Tafeln, wie sie damals noch wenig in Übung waren, seitdem zur Veranschaulichung statistischer Verhältnisse ganz gewöhnlich geworden sind. Diese Arbeit ward nur für mich selber unternommen, an eine Veröffentlichung dachte ich nicht. Andere wissenschaftliche Interessen verdrängten dann diese, und so haben die von mir entworfenen Tabellen länger als 30 Jahre verworfen und vergessen dagelegen, bis das Interesse an unsers Freundes Kapp „Geschichte des Buchhandels“ mich veranlaßte, sie wieder hervorzusuchen und dem Genannten zur Einsichtnahme zu übersenden. Zu meiner Freude erregten sie seine Teilnahme in hohem Grade; er sprach den Wunsch aus, eine Anzahl derselben seinem Werke beizugeben, und ließ die von ihm ausgewählten und von Neuem genau durchgerechneten, auch hier und da noch vervollständigten[1] in saubern Zeichnungen zur Vorlage für die Vervielfältigung herrichten.[2] So sind die diesem Werke beigegebenen [787] drei Tafeln zu Stande gekommen, über die nun mir die Pflicht zugefallen ist, die Leser kurz zu orientieren, nachdem unser Freund so jählings aus seiner Arbeit herausgerissen ist.

Voransenden muß ich einige Bemerkungen, durch die die Angaben der Meßkataloge auf ihren richtigen Wert zurückgeführt werden sollen. Dieselben sind keineswegs angethan, ein absolut sicheres Bild von dem in jedem Jahre wirklich Gedruckten zu gewähren. In sie fand nur die Litteratur Aufnahme, die an dem Meßverkehr teilnahm, alles rein Lokale, wenn es nicht in die Nähe der Meßorte fiel, ist wohl meistens ganz ausgeschlossen geblieben, gewiß auch manches andere, nur von den Meßorten allzu Entlegene. Am meisten ist dies der Fall gewesen zu Beginn des Meßkatalogs (1564 fg.), als derselbe noch ein rein privates Unternehmen eines umsichtigen Sortimenters war, der nur seinem und seiner Kollegen buchhändlerischen Vertriebe dienen wollte. Später, als der Meßkatalog eine offizielle Bedeutung erlangte, ward es besser. Aber ganze Kategorien von Werken, so die gesamte Skartekenlitteratur, die Pamphlete, Satiren u. a., wenn man ihnen nicht eine allgemeinere Anziehungskraft zutraute, fanden auch dann keine Aufnahme, oder nur eine ganz zufällige. Von den sämtlichen Werken z. B. Christian Reuters, des Verfassers des „Schelmuffsky“, hat einziges einen Platz im Meßkatalog erhalten. Diese Werke erschienen als zu niedrig und unwürdig eines amtlichen Verzeichnisses. Auch Bücher, die, wenn auch nur in gewissen Gegenden, mißliebig erscheinen mochten, ließ man gern fort, um die Verbreitung des Meßkatalogs nicht zu hemmen. Auch Parteistandpunkte machten sich geltend. So haben die Katholiken sich mehrfach beklagt, daß ein großer Teil ihrer Litteratur keine Aufnahme finde u.s.w. Andererseits ist auch frühe schon manches in dem Meßkatalog als erschienen aufgeführt, das nie gedruckt herausgekommen ist oder erst später und in ganz anderer Gestalt. Schon in den siebziger Jahren des 16. Jahrhunderts griffen die Gelehrten gern nach dem Meßkatalog, um sich nach den Neuigkeiten der wissenschaftlichen Litteratur umzusehen; wer sich daher mit einem neuen Plane trug und ehrgeizig die Blicke der Fachgenossen und der Welt auf sich lenken wollte, der ließ es sein Erstes sein, sobald er mit einem Verleger abgeschlossen hatte, diesen zu veranlassen, den Titel des Buchs in den „Katalog“ zu besorgen. Etwas besser ward dies, als man später anfing, die künftig erscheinenden [788] Bücher in einer besondern Rubrik zusammenzustellen. Aber auch dann noch sahen manche Verleger und manche Schriftsteller den Titel ihres bevorstehenden Werkes lieber in den Reihen der erschienenen als der künftig erscheinenden Bücher. Dazu kommt noch, daß auch manche Werke wiederholt in die Kataloge aufgenommen wurden, ohne daß es sich um neue Auflagen handelte. Kurz, die Ziffern müssen einigermaßen in Bausch und Bogen verstanden werden. Da aber ziemlich die gleichen Störungen Jahr für Jahr eingetreten sein werden, so wird das relative Verhältnis im Auf- und Absteigen der Ziffern doch ein leidlich richtiges Bild geben.

Nur Ein Umstand muß noch in Betracht gezogen werden. Die Meßkataloge gaben in erster Linie ein Verzeichnis am Meßorte zur Stelle befindlichen Büchermaterials oder der von den anwesenden Buchhändlern eingesandten Titel. Im Kriegszeiten aber, wo die Straßen unsicher oder geradezu unpassierbar waren, mußten Manche von den Messen fortbleiben, auch wenn sie Werke verlegt hatten, die sie hätten zur Stelle bringen können. Diese fehlten nun im Katalog. Auf diese Wiese haben wir meines Erachtens z. B. den kolossalen Abfall im Jahre 1635 zu erklären. Daß die gesamte verlegerische Thätigkeit wirklich in diesem Jahre in dem Maße heruntergegangen sein sollte, wie es die Ziffern des Meßkatalogs ergeben, halte ich für eine bare Unmöglichkeit. Aber der Meßverkehr war in diesem Jahre der Kriegsläufte wegen auf ein Minimum reduziert.

Wir dürfen es wohl für möglich halten, daß es noch einmal gelingt, auch für die frühern Jahrhunderte ein vollständiges Verzeichnis der in jedem Jahre in Deutschland gedruckten Bücher herzustellen, wie dies ja bis zum Jahre 1500 annähernd bereits von Hain geschehen ist. Ein solches Verzeichnis wird dann eine viel sicherere Grundlage abgeben, als der Meßkatalog, und auf ihm wird dann eine neue und zuverlässigere Statistik des gesamten Buchhandels und Buchdrucks aufgebaut werden können, während die gegenwärtige wesentlich nur den Meßverkehr darzustellen vermag.

Auch das wolle man beachten, daß das Jahr des „Codex nundinarius“ von Michaelis bis Michaelis geht, also sich nicht mit dem Kalenderjahre deckt, ferner daß jedes Buch eine Einheit gilt, mag es nun eine Broschüre von einem Bogen, mag es ein mehrbändiges Werk in Folio sein, mag es in Tausenden von Exemplaren gedruckt sein, oder in wenigen Hunderten.

Nach diesen nötigen Reserven[3] wollen wir jetzt kurz die einzelnen Tafeln ins Auge fassen.

[789]

Tafel I.

1) Die Gesamtentwickelung des Buchhandels.

Die feste Linie (–) gibt die Ziffer der Gesamtsumme aller in den Meßkatalogen verzeichneten Bücher an, die gebrochene Linie mit drei Punkten (– · · · – · · · –) den fünfjährigen Durchschnitt, bei den ersten beiden Jahren natürlich nur den zweijährigen. Richtiger wäre es vielleicht gewesen, die Durchschnittslinie als eine Horizontale in gleicher Höhe durch alle fünf Durchschnittsjahre zu ziehen, statt sie austeigen, resp. fallen zu lassen, denn es findet innerhalb dieser Jahre kein Austeigen oder Abfallen statt, sondern alle fünf Jahre sind, da eben die Durchschnittssumme gegeben werden soll, gleich hoch zu denken, und zwar ist das letzte der Jahre das für die relative Höhe maßgebende. Aber das hier eingehaltene Verfahren steht in Übereinstimmung mit dem gewöhnlich beliebten und ist jedenfalls anschaulicher als die balkenförmige Darstellung.

Die erste Zeit bis etwa zum Jahre 1592 bietet wenig Zuverlaß. Im Jahre 1564 liegt nur ein Katalog, der Herbstkatalog vor. Doch war es nicht gestattet, die Ziffer etwa doppelt zu nehmen, da dieser Katalog als der erste keineswegs erst mit Schluß der Ostermesse einsetzt, sondern auch weiter zurückgreift. Auch aus den Jahren 1566 und 1567 ist nur der Herbstkatalog bekannt, und man darf vermuten, daß gar keine Osterkataloge erschienen sind, weil ein Grund für das tiefe Herabsinken der Ziffer nicht erfindlich ist. Bis zum Jahre 1592 sind überdies im „Codex nundinarius“ gar nicht die [790] Kataloge der einzelnen Jahre zu Grunde gelegt, sondern die „Collectio in unum corpus“ von 1592; das letzte Jahr wird in diesem Buche weniger Berücksichtigung gefunden haben, und wenn auch der Herbstmeßkatalog dieses Jahres zur Ergänzung herbeigezogen ist, wie uns die Vorrede belehrt, so läßt doch sonst unmotivirte Herabsinken der Ziffer auf die Hälfte vermuten, daß hier die Quellen ungenau sind. Von da an steigt die Zuverlässigkeit der Unterlagen, zumal seit Herbstmesse 1598, wo der offizielle „Catalogus universalis“ erschien. Auch die Zuverlässigkeit der Arbeit im „Codex nundinarius“ nimmt seit 1593 zu, da fortan wirklich die Meßkataloge selbst, und zwar die verschiedenen Ausgaben einander kontrollierend, benutzt worden sind.

Schon ein flüchtiger Überblick ergibt recht interessante Beobachtungen. Man sieht, wie im Anfang des 17. Jahrhunderts genau bis zu dem Jahre, in welchem der Dreißigjährige Krieg ausbricht, eine kräftig entwickelte buchhändlerische Produktion mächtig ansteigt – zu einer Höhe, die selbst am Schlusse der Tabelle, im Jahre 1765, noch nicht wieder erreicht ist –, wie sie dann nach mancherlei Zuckungen im Jahre 1635 auf ein Minimum einschrumpft, dann unter manchen Schwankungen bis zum Jahre 1710 steigt, darauf, wohl infolge der damaligen Kriege, wieder abfällt und dann erst allmählich wieder sich zu heben beginnt. Deutlich ist auch der Einfluß der schlesischen Kriege, deutlich der des Siebenjährigen Krieges erkennbar. Nach dem Hubertusburger Frieden geht es fröhlich aufwärts. Leider bricht die Tabelle bereits mit dem Jahre 1765 ab; gern verfolgte man wenigstens, wie die nun folgenden Friedensjahre bis zu den Stürmen der Französischen Revolution sich darlegten: ich will die Hauptziffern angeben, im Jahre 1775 wird die Ziffer 2000 überschritten, im Jahre 1783 die Ziffer 3000, das Jahr 1790 gibt 3560 gedruckte Werke.

2) Die Beteiligung der Sprachen: der lateinischen, der deutschen und der lebenden.

Die drei untern Linien unserer Tafel geben die Sprachen an, in denen die aufgeführten Werke abgefaßt waren. Die gebrochene Linie (– – – – –) bezeichnet das Latein, die Linie Strich-Punkt (– · – · – ·) das Deutsche. Man sieht, wie gewaltig das Latein anfangs bis es seit dem Jahre 1680 mit dem Deutschen zu ringen beginnt, um seit 1692 diesem für immer den Vorrang abzutreten und fortan immer weiter herabzusteigen. Die unterste Linie, Strich-Kreuz (– + – + – + –), deutet die Summe der in fremden Sprachen abgefaßten Schriften an. Zu verschiedenen Zeiten haben verschiedene Sprachen prädominiert, am Ende des 16. und im Anfang des 17. Jahrhunderts das Italienische, beim Herannahen des Fridericianischen Zeitalters, seit circa 1735, das Französische, das 1762 nahezu den Umfang des Lateinischen erreicht. Im Jahre 1647 erschienen auch persische und türkische Schriften, zu andern Zeiten sporadisch auch arabische. [791] Übersichtlicher wäre es vielleicht gewesen, bei den Sprachen von den Jahresschwankungen abzusehen und sich auf den fünfjährigen Durchschnitt zu beschränken, denn wir haben es hier mit langsam und stetig vor sich gehenden Kulturerscheinungen zu thun, bei denen die, allein durch die Jahresschwankungen des Gesamtbuchhandels bedingten Oszillationen der einzelnen Jahre ohne Wert sind. Noch anschaulicher würde es gewesen sein, die Konkurrenz der Sprachen nach Prozenten zu berechnen und dementsprechend graphisch darzustellen. Die Rechnungen sind seiner Zeit von mir gemacht, auch die Tabellen entworfen worden; vielleicht lassen sich dieselben einmal an einem andern Orte veröffentlichen. (Wie mir nachträglich mitgeteilt wird, hat auch Kapp selber die Absicht gehabt, solche Tabellen beizufügen, ist aber durch den Tod an der Ausführung behindert worden.)

Ich lasse nunmehr die Ziffern folgen, die, dem „Codex nundinarius“ direkt entnommen oder aus demselben gewonnen, der graphischen Darstellung auf Tafel I zu Grunde liegen. Diese Zusammenstellung enthält neben der Jahreszahl zunächst die Gesamtziffer der in dem betreffenden Jahre in den Meßkatalog aufgenommenen Druckwerke; daran schließ sich die fünfjährige Durchschnittsziffer. Die drei folgenden Kolumnen enthalten die Summe 1) der lateinischen, 2) der deutschen, 3) der in fremden Sprachen verfaßten Werke.


Jahreszahl Gesamtsumme
der
Druckwerke
Fünfjähriger
Durchschnitt
Summe der Bücher
1.
in lateinischer
Sprache.
2.
in deutscher
Sprache.
3.
in fremden
Sprachen.
1564 256[4] 403 183 73
1565 550 378 171 1
1566 224[4] 392,8 163 61
1567 294[4] 217 77
1568 494 331 156 7
1569 477 331 134 12
1570 475 290 163 22
1571 533 495,8 343 170 20
1572 547 364 158 25
1573 465 300 134 31
1574 471 321 123 27
1575 463 301 139 23
1576 465 487,8 308 131 26
1577 553 368 139 46
1578 467 296 144 27
1579 461 325 103 33
1580 493 355 126 12
1581 415 560,6 265 138 12
1582 468 301 148 19
1583 600 405 184 11
1584 598 420 167 11
1585 722 497 205 20
1586 665 724,4 459 188 18
1587 601 407 183 11
1588 645 436 171 38
1589 836 531 262 43
1590 875 545 297 33
1591 930 761,8 605 280 35
1592 452[5] 259 166 27
1593 898 575 305 18
1594 659 427 215 17
1595 870 586 261 23
1596 738 803,8 485 234 19
1597 715 457 242 16
1598 680 425 231 24
1599 827 519 246 62
1600 1059 700 292 67
1601 1137 1334,6 717 333 87
1602 1249 787 364 98
1603 1409 815 478 116
1604 1504 942 458 104
1605 1374 801 481 92
1606 1350 1413,6 804 457 89
1607 1396 853 456 87
1608 1349 789 477 83
1609 1462 931 455 76
1610 1511 961 464 86
1611 1389 1544,2 835 496 58
1612 1505 982 482 41
1613 1780 1134 516 130
1614 1506 962 479 65
1615 1541 892 547 102
1616 1557 1604,8 948 511 98
1617 1665 1046 524 95
1618 1757 1118 550 89
1619 1668 1105 482 81
1620 1377 908 413 56
1621 1363 1216,2 916 374 73
1622 972 645 303 24
1623 1056 716 312 28
1624 1299 833 419 47
1625 1391 809 509 73
1626 1105 1150,6 626 401 78
1627 1060 648 340 72
1628 1111 674 382 55
1629 1131 731 373 27
1630 1346 832 461 53
1631 1106 731 718 355 33
1632 729 408 306 15
1633 726 413 283 30
1634 787 477 281 29
1635 307[6] 164 142 1
1636 707 652,8 412 275 20
1637 408 213 167 10
1638 779 474 280 25
1639 640 377 246 17
1640 730 416 276 38
1641 788 878,4 510 250 28
1642 819 440 328 51
1643 1024 618 339 67
1644 767 476 258 33
1645 994 594 376 24
1646 949 1014,8 599 336 14
1647 1002 647 315 40
1648 961 588 348 25
1649 1214 772 421 21
1650 948 613 305 30
1651 1159 1034,6 733 398 28
1652 1057 650 389 18
1653 1158 729 390 39
1654 980 666 289 25
1655 819 507 300 12
1656 776 769,6 492 268 16
1657 724 433 271 20
1658 772 445 285 42
1659 765 448 276 41
1660 811 445 287 79
1661 841 914,6 479 306 56
1662 861 540 291 30
1663 956 565 353 38
1664 959 565 343 51
1665 956 548 348 60
1666 740 780 409 293 38
1667 908 549 319 40
1668 793 475 289 29
1669 761 437 286 38
1670 698 391 268 39
1671 708 762,2 400 270 38
1672 769 409 338 22
1673 700 368 316 16
1674 807 456 326 25
1675 827 453 357 17
1676 826 794,8 448 353 25
1677 804 423 362 19
1678 776 427 335 14
1679 881 438 400 43
1680 687 328 320 39
1681 809 812,6 373 401 35
1682 820 437 363 20
1683 865 396 437 32
1684 752 354 377 21
1685 817 423 354 40
1686 882 861,2 439 405 38
1687 770 377 342 51
1688 866 410 420 36
1689 881 432 429 20
1690 907 410 467 30
1691 901 909 465 398 38
1692 844 397 415 32
1693 908 381 455 72
1694 853 369 450 34
1695 1039 460 524 55
1696 1123 1103 503 604 16
1697 1057 436 590 31
1698 1265 566 675 24
1699 1092 432 640 20
1700 978 368 591 19
1701 1025 1115 441 569 15
1702 1101 392 687 22
1703 1127 418 692 17
1704 1123 475 634 14
1705 1199 469 726 4
1706 1137 1315,8 501 627 9
1707 1353 537 799 17
1708 1294 562 722 10
1709 1427 626 772 29
1710 1368 553 795 20
1711 1043 1094,6 460 555 28
1712 1077 437 614 26
1713 1061 371 669 21
1714 1153 333 777 43
1715 1139 362 755 22
1716 1001 1060,4 292 686 23
1717 1183 347 820 16
1718 1068 330 707 31
1719 1071 340 725 6
1720 979 291 664 24
1721 1095 1044,8 345 726 24
1722 1006 280 710 16
1723 1038 311 708 19
1724 1052 316 715 21
1725 1033 327 683 23
1726 1175 1050 409 749 17
1727 1053 360 671 22
1728 1010 319 674 17
1729 1019 310 695 14
1730 993 260 703 30
1731 1156 1138 340 788 28
1732 1144 300 826 18
1733 1147 308 812 27
1734 1138 303 801 34
1735 1105 259 823 23
1736 1174 1219,4 289 836 49
1737 1271 331 875 65
1738 1129 283 776 70
1739 1197 306 814 77
1740 1326 349 873 104
1741 1162 1156,6 320 768 74
1742 1090 291 721 78
1743 1174 290 798 86
1744 1126 287 784 55
1745 1231 309 836 86
1746 1403 1346,8 309 1002 92
1747 1405 317 1004 84
1748 1273 284 909 80
1749 1357 283 957 117
1750 1296 261 878 157
1751 1299 1321 253 941 105
1752 1282 246 926 110
1753 1319 240 942 137
1754 1421 240 1052 129
1755 1284 216 933 135
1756 1485 1208,8 241 1098 146
1757 1105 207 768 130
1758 1144 191 823 130
1759 1112 155 850 107
1760 1198 188 877 133
1761 1281 1375 175 937 169
1762 1283 160 944 179
1763 1360 179 1028 153
1764 1434 182 1103 149
1765 1517 270 1061 186

[796]

Tafel II.

Diese Tafel bietet im Maßstabe der Tafel I einen Überblick über das Verhältnis der einzelnen Disciplinen zu der Gesamthöhe des Buchhandels und untereinander. Sie sind nach ihrer nähern Zusammengehörigkeit in drei Gruppen geteilt. Die erste umfaßt die protestantische und katholische Theologie, die zweite die übrigen Fakultätswissenschaften. Jurisprudenz und Medizin bedürfen keiner Erläuterung; unter die philosophischen Wissenschaften sind alle die Disciplinen gerechnet, die noch heute der philosophischen Fakultät inkorporiert zu sein pflegen, also außer der eigentlichen Philosophie auch Philologie, Mathematik, Naturwissenschaften, Geographie u.s.w. Hier werden auch wohl in der Hauptsache alle die Bücher untergebracht sein, die in den Meßkatalogen unter der Rubrik „Von allerlei Büchern“ (oder ähnlich) zusammengestellt zu sein pflegen. Ausgenommen von diesen philosophischen Disciplinen ist die Geschichte, die als selbständige Disciplin auftritt. Bei der Poesie vermißt man sehr, daß es an einem orientierenden Worte über den Umfang dieser Gruppe ganz gebricht. Ich vermag z. B. nicht festzustellen, ob die Ausgaben lateinischer Gedichte (z. B. Ovids, Virgils u.s.w.) mit hierher gerechnet sind, oder sie unter den philosophischen Disciplinen ihren Platz gefunden haben. Was die deutsche Poesie betrifft, so wird diese Gruppe nur ein karges Bild gewähren, da viele in dies Gebiet fallende Erscheinungen überhaupt gar nicht Aufnahme in den Meßkatalog gefunden haben.

Es folgen nun die Ziffern.

Jahreszahl. Theologie Jurisprudenz. Medizin. Philosophie. Geschichte. Poesie. Musik.
Protest. Kathol.
1564 62 42 37 24 46 28 8 9
1565 168 99 52 34 75 46 43 33
1566 52 23 28 18 34 32 18 19
1567 49 66 33 16 45 45 10 30
1568 130 101 43 29 84 53 42 12
1569 106 117 59 27 76 43 23 26
1570 141 79 64 23 79 52 18 19
1571 154 93 75 39 69 59 28 16
1572 135 108 75 27 68 85 27 22
1573 109 59 74 22 68 67 41 25
1574 96 70 66 34 81 79 37 8
1575 110 90 68 21 76 49 24 25
1576 99 71 74 39 64 65 28 25
1577 120 106 58 25 103 87 38 16
1578 127 66 47 21 77 78 33 18
1579 116 60 57 29 83 60 29 27
1580 131 78 55 32 90 67 25 15
1581 141 58 29 30 72 58 50 7
1582 167 63 51 37 68 40 26 16
1583 186 89 53 44 117 68 26 17
1584 191 72 73 40 97 83 31 11
1585 215 113 100 49 111 81 32 21
1586 204 104 94 43 97 84 22 17
1587 189 90 75 43 75 63 43 23
1588 156 93 106 32 96 81 48 33
1589 231 147 94 49 138 111 50 16
1590 256 103 103 39 169 117 54 34
1591 267 126 89 56 223 104 42 23
1592 159 72 51 32 63 61 9 5
1593 280 105 110 66 166 88 60 23
1594 172 102 79 46 122 89 34 15
1595 229 127 121 50 135 123 61 24
1596 184 84 87 57 146 114 44 22
1597 203 70 108 56 127 100 28 23
1598 203 90 98 40 108 100 33 8
1599 213 125 117 37 123 138 58 16
1600 290 155 164 51 199 123 42 35
1601 272 161 150 70 205 168 80 31
1602 353 191 121 73 227 196 47 41
1603 427 203 126 79 227 221 68 58
1604 448 250 133 79 325 169 39 61
1605 437 230 107 87 206 184 90 33
1606 386 156 140 54 296 174 102 42
1607 429 214 154 82 236 168 73 40
1608 449 169 121 73 239 177 83 38
1609 416 231 152 73 267 207 71 45
1610 484 213 130 73 282 230 58 41
1611 465 226 111 70 227 199 51 40
1612 528 240 119 46 238 228 68 38
1613 545 288 155 68 251 318 116 39
1614 447 260 157 55 220 240 86 41
1615 486 246 123 68 335 181 73 29
1616 440 271 147 65 332 171 96 35
1617 477 246 161 66 391 225 70 29
1618 547 316 149 84 381 181 65 34
1619 414 251 152 69 450 195 101 36
1620 390 224 128 82 268 177 62 46
1621 349 268 123 62 278 163 65 55
1622 300 158 73 41 227 98 38 37
1623 309 166 99 67 200 131 47 37
1624 403 209 102 61 298 139 50 37
1625 380 256 101 103 260 165 74 52
1626 321 240 84 77 181 119 60 23
1627 295 238 68 75 189 111 49 35
1628 312 214 87 96 182 154 44 22
1629 274 277 113 61 201 135 43 27
1630 365 307 108 80 211 179 65 31
1631 250 282 99 55 191 144 61 24
1632 297 27 53 42 124 120 45 21
1633 248 80 54 27 142 128 37 10
1634 258 85 63 51 121 156 34 19
1635 123 24 31 65 32 25 7
1636 279 93 41 33 132 91 25 13
1637 166 45 29 26 55 59 20 8
1638 246 157 45 29 138 100 52 12
1639 204 145 27 41 105 86 26 6
1640 242 102 54 40 116 129 42 5
1641 242 129 45 54 127 126 53 12
1642 250 133 73 48 108 140 45 22
1643 258 155 96 72 167 162 80 34
1644 206 100 57 51 148 120 65 20
1645 256 151 56 96 165 172 68 30
1646 257 171 85 66 143 136 50 41
1647 236 159 84 74 174 175 66 29
1648 255 167 78 67 177 131 61 25
1649 310 238 123 65 229 194 41 14
1650 252 141 70 56 161 190 49 29
1651 298 210 94 55 233 174 64 31
1652 340 165 93 58 181 160 40 20
1653 327 179 120 65 219 185 51 12
1654 264 188 87 39 178 184 27 13
1655 250 122 58 45 166 126 41 11
1656 209 105 55 47 149 147 43 21
1657 235 93 54 51 138 109 25 19
1658 245 100 72 45 130 129 32 19
1659 232 115 85 50 140 92 33 18
1660 230 92 81 54 157 131 45 21
1661 222 114 92 56 191 104 49 13
1662 244 102 97 61 191 119 28 19
1663 308 100 103 53 186 151 42 13
1664 336 68 94 63 166 173 43 16
1665 272 102 90 65 240 133 40 14
1666 208 96 67 44 147 119 49 10
1667 263 82 120 82 185 129 27 20
1668 232 84 79 69 139 145 27 18
1669 267 56 87 40 179 88 18 26
1670 199 76 77 54 135 104 30 23
1671 192 69 94 44 157 101 34 17
1672 218 55 83 57 168 150 28 10
1673 224 39 81 52 158 101 21 24
1674 248 78 87 57 162 131 31 13
1675 268 66 93 69 164 121 29 17
1676 277 64 77 63 180 121 33 11
1677 293 58 91 73 166 104 9 10
1678 221 57 97 64 156 148 26 7
1679 267 43 99 67 215 135 46 9
1680 178 46 54 69 164 120 51 5
1681 283 59 72 87 164 114 20 10
1682 234 69 67 75 178 133 56 8
1683 272 76 95 59 179 129 35 20
1684 242 71 54 69 160 112 32 12
1685 254 54 66 72 189 146 24 12
1686 277 59 87 69 197 152 27 14
1687 224 61 67 79 160 147 21 11
1688 327 59 85 79 139 144 20 13
1689 303 36 97 91 168 129 39 18
1690 301 57 92 87 206 133 26 5
1691 288 82 102 75 198 94 48 14
1692 283 88 96 54 192 105 19 7
1693 316 99 93 65 194 109 23 9
1694 323 80 66 78 162 113 24 7
1695 370 81 99 63 222 156 31 17
1696 429 57 87 97 245 147 50 11
1697 374 74 106 66 182 196 47 12
1698 418 70 157 81 247 202 80 10
1699 418 46 103 86 231 165 28 15
1700 378 52 85 63 197 157 28 18
1701 409 55 122 94 213 101 21 10
1702 463 59 87 60 244 150 26 10
1703 420 59 129 78 249 154 33 5
1704 478 43 102 73 280 117 21 9
1705 493 77 96 56 277 174 14 12
1706 442 89 141 56 232 143 27 7
1707 529 75 143 81 270 219 30 6
1708 515 63 146 95 239 196 29 11
1709 520 95 170 91 294 219 28 10
1710 463 126 149 111 272 194 50 3
1711 386 74 119 74 214 153 20 3
1712 431 58 98 63 241 156 29 1
1713 447 26 95 72 225 153 36 7
1714 480 27 84 104 266 148 32 12
1715 445 18 101 104 274 163 25 9
1716 416 8 80 108 220 127 30 12
1717 445 14 107 96 298 176 32 15
1718 427 23 94 94 256 141 29 4
1719 427 31 107 92 217 165 31 1
1720 348 26 86 79 198 209 29 4
1721 440 22 87 83 253 176 31 3
1722 406 14 56 76 259 162 31 2
1723 379 12 102 84 269 164 25 3
1724 409 20 110 69 213 173 41 17
1725 398 15 110 89 208 174 36 3
1726 418 16 148 88 277 187 38 3
1727 342 12 135 90 273 166 30 5
1728 342 15 108 80 241 183 35 6
1729 378 19 114 77 241 155 31 4
1730 398 17 81 72 199 190 34 2
1731 441 14 127 82 238 199 47 8
1732 488 6 128 78 217 181 41 5
1733 402 17 135 94 214 215 37 3
1734 382 22 123 89 284 175 55 8
1735 429 18 93 60 250 205 41 9
1736 466 15 113 84 283 182 26 5
1737 423 20 162 71 331 209 46 9
1738 364 15 152 90 291 169 40 8
1739 407 17 138 86 321 181 40 7
1740 424 12 172 101 334 221 48 14
1741 351 8 130 83 301 234 45 10
1742 357 7 107 73 273 206 59 8
1743 373 22 111 71 278 224 70 25
1744 349 21 107 81 271 210 74 13
1745 365 17 132 74 374 174 79 16
1746 412 10 123 107 352 266 124 9
1747 476 16 136 123 334 204 112 6
1748 426 11 123 91 330 179 98 15
1749 412 18 121 95 363 214 120 14
1750 352 22 106 110 347 210 113 36
1751 380 18 90 74 385 216 115 21
1752 328 18 104 105 385 196 130 16
1753 347 21 97 98 418 231 98 9
1754 399 22 96 91 450 218 117 28
1755 363 14 61 88 443 171 128 16
1756 395 29 87 109 473 259 105 28
1757 281 34 77 79 355 192 65 22
1758 323 9 66 68 348 208 89 33
1759 303 15 65 81 358 190 80 20
1760 251 18 52 70 392 277 108 30
1761 228 12 32 80 448 282 160 39
1762 222 4 45 75 473 253 170 41
1763 283 10 46 72 519 247 155 28
1764 281 16 30 99 553 266 172 17
1765 267 43 72 105 551 281 174 24

[800]

Tafel III.

Diese Tafel bedarf kaum einer besondern Orientierung; die Bedeutung der Linien ist dieselbe wie auf Tafel I. Die Tafel erfüllt einen doppelten Zweck; einmal läßt sie abermals, diesmal aber in fünfjährigem Durchschnitt, die Anteilnahme der einzelnen Disciplinen an der Gesamtentwickelung des Buchhandels erkennen und ist somit eine willkommene Ergänzung zu Tafel II, sodann innerhalb derselben die Anteilnahme der drei Sprachgruppen.

Tabelle 1 bietet nichts Neues; sie ist nur, der Vergleichung wegen, eine Wiederholung der Sprachenstatistik, die schon Tafel I bietet. Die feste Linie fehlt: ein Blick auf Tafel I ersetzt sie mit Leichtigkeit.

Die folgenden Tabellen, 2 bis 9, bieten ein Bild der einzelnen Wissenschaften und des Verhältnisses der drei Sprachengruppen innerhalb derselben. Überall bedeutet die feste Linie (-) die Gesamtentwickelung der betreffenden Disciplin.

Auf Einiges mag auch hier aufmerksam gemacht werden. So sieht man in Tabelle 2, wie in der protestantische Theologie von allem Anfang an [801] die Deutsche Sprache das Übergewicht hat, und seit 1710 das Lateinische allmählich ganz zu verschwinden beginnt; in der katholischen beginnen erst am Ende des 17. Jahrhunderts die beiden Sprachen einander die Wage zu halten. In der Jurisprudenz hält sich das Latein lange dominierend, erst nach dem Jahre 1750 tritt das Deutsche in gleichem Umfange hervor. In der Medizin ist die Differenz zwischen Latein und Deutsch nicht groß; bis 1700 überwiegt das Latein, seitdem das Deutsche. In der Geschichtswissenschaft und Geschichtserzählung wird seit dem Jahre 1685 das Deutsche vorwiegend in den philosophischen Disciplinen seit 1715, dann bald mächtig ansteigend, während das Latein stetig sinkt. In der Poesie, deren Oszillationen minimal sind, überwiegt das Deutsche seit dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs; seit dem Ende des 17. Jahrhunderts verschwindet das Latein fast ganz, mit dem Beginn der Fridericianischen Zeit steigt das Deutsche kräftig empor. Die musikalischen Werke sind so gering an Zahl, daß ein Vergleich kaum möglich ist.

Die fremden Sprachen, die in keiner der aufgestellten Kategorien ganz fehlen, haben es nur in zwei Disciplinen zu nennenswertem Umfang gebracht: 1) in der Geschichtsdarstellung, zumal in den ersten Decennien des 17. Jahrhunderts und dann seit dem Jahre 1740; und 2) noch etwas mehr in den philosophischen Disciplinen; ihr Höhepunkt liegt auch hier da, wo wir ihn in der Geschichtsdarstellung beobachten. Ähnlich steht es auf dem Gebiete der Poesie.

Der Umfang der poetischen und musikalischen Werke ist übrigens ein so geringfügiger, daß die graphische Darstellung gar kein Bild gewährt. Bei der Poesie kommt dies zum Teil aus dem schon besprochenen Grunde, weil lange nicht alles in den Meßkatalog Aufnahme fand, was erschien. Besonders hier wäre eine Darstellung nach Prozenten wohl die willkommenste gewesen.

Ich lasse nun die Ziffern zu den 9 Tabellen der Tafel III folgen.

1. Gesamtheit des Buchhandels.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1564–1565 403 280,5 122 0,5
1566–1570 392,8 266,4 118,2 8,2
1571–1575 495,8 325,8 144,8 25,2
1576–1580 487,8 330,4 128,6 28,8
1581–1585 560,6 377,6 168,4 14,6
1586–1590 724,4 475,6 220,2 28,6
1591–1595 761,8 490,4 245,4 26
1596–1600 803,8 517,2 249 37,6
1601–1605 1334,6 812,4 422,8 99,4
1606–1610 1413,6 867,6 461,8 84,2
1611–1615 1544,2 961 504 79,2
1616–1620 1604,8 1025 496 83,8
1621–1625 1216,2 783,8 383,4 49
1626–1630 1150,6 702,2 391,4 57
1631–1635 731 436 273,4 21,6
1636–1640 652,8 382 248,8 22
1641–1645 878,4 527,6 310,2 40,6
1646–1650 1014,8 643,8 345 26
1651–1655 1034,6 657 353,2 24,4
1656–1660 769,6 452,6 277,4 39,6
1661–1665 914,6 539,4 328,2 47
1666–1670 780 452,2 291 36,8
1671–1675 762,2 417,2 321,4 23,6
1676–1680 794,8 412,8 354 28
1681–1685 812,6 396,6 386,4 29,6
1686–1690 861,2 413,6 412,6 35
1691–1695 909 414,4 448,4 46,2
1696–1700 1103 461 620 22
1701–1705 1115 439 661,6 14,4
1706–1710 1315,8 555,8 743 17
1711–1715 1094,6 392,6 674 28
1716–1720 1060,4 320 720,4 20
1721–1725 1044,8 315,8 708,4 20,6
1726–1730 1050 331,6 698,4 20
1731–1735 1138 302 810 26
1736–1740 1219,4 311,6 834,8 73
1741–1745 1156,6 299,4 781,4 75,8
1746–1750 1346,8 290,8 950 106
1751–1755 1321 239 958,8 123,2
1756–1760 1208,8 196,4 883,2 129,2
1761–1765 1375 193,2 1014,6 167,2
2. Protestantische Theologie.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1564–1565 115 41 74
1566–1570 95,6 30 65,4 0,2
1571–1575 120,8 50,8 70
1576–1580 118,6 53,4 62,4 2,8
1581–1585 180 62,6 95,6 1,8
1586–1590 207,2 79,2 125 3
1591–1595 221,4 80,6 138,6 2,2
1596–1600 218,6 79,2 135 4,4
1601–1605 387,4 146,2 237,8 3,4
1606–1610 432,8 166 259,4 7,4
1611–1615 494,2 195,2 293 6
1616–1620 453,6 176,4 269,6 7,6
1621–1625 348,2 141 202,6 4,6
1626–1630 313,4 106,4 199,6 7,4
1631–1635 235,2 79,6 152,4 3,2
1636–1640 227,4 82,2 140,8 4,4
1641–1645 242,4 94 145 3,4
1646–1650 262 106,8 148,6 6,6
1651–1655 295,8 121,4 165,2 9,2
1656–1660 230,2 89,8 118,6 21,8
1661–1665 276,4 102,4 146,2 27,8
1666–1670 233,8 86,6 132,4 14,8
1671–1675 230 69 154 7
1676–1680 247,2 73,8 168,8 4,6
1681–1685 257 79,6 170,6 6,8
1686–1690 286,4 88,8 189,8 7,8
1691–1695 316 90 233,6 2,4
1696–1700 403,4 113,4 288,6 1,2
1701–1705 453 110 340,6 2,4
1706–1710 493,8 146,4 346,2 1,2
1711–1715 437,8 106,6 329,8 1,4
1716–1720 412,6 81,8 329,8 1
1721–1725 406,4 86,6 322,8 1
1726–1730 375,6 72,8 301,6 1,2
1731–1735 428,4 72,6 355 0,8
1736–1740 416,8 59 355,8 2
1741–1745 359 61 294 4
1746–1750 415,6 54,6 355,2 5,8
1751–1755 363,4 45,4 316 2
1756–1760 310,6 34,8 274,4 1,4
1761–1765 256,2 19,2 234,4 2,6
3. Katholische Theologie.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1564–1565 70,5 55 15,6
1566–1570 77,2 58,6 16 2,6
1571–1575 84 59,8 20,6 3,6
1576–1580 76,2 55,2 19,2 1,8
1581–1585 79 54,2 22,4 2,4
1586–1590 107,4 74,4 28,6 4,4
1591–1595 106,4 73,6 29,2 3,6
1596–1600 104,8 68,6 30,4 5,8
1601–1605 207 148 44,6 14,4
1606–1610 196,6 145 41 10,6
1611–1615 252 191 46,8 14,2
1616–1620 261,6 209,8 39,8 12
1621–1625 211,4 165,8 33,8 11,8
1626–1630 255,2 181,6 58 15,6
1631–1635 94,8 71,2 18,4 5,2
1636–1640 108,4 78,4 29,2 0,8
1641–1645 133,6 102,2 28,4 3
1646–1650 175,2 131,2 42,6 1,4
1651–1655 172,8 118,6 53 1,2
1656–1660 101 67,6 31,2 2,2
1661–1665 97,2 66,4 29,8 1
1666–1670 78,8 54 24,6 0,2
1671–1675 61,4 38,2 22,2 1
1676–1680 53,6 32,8 20,4 0,4
1681–1685 65,8 39 24 2,8
1686–1690 54,4 28 26 0,4
1691–1695 86 39,4 46 0,6
1696–1700 59,8 27,6 31,4 0,8
1701–1705 58,6 32,6 25 1
1706–1710 89,6 42,6 46,8 0,2
1711–1715 40,6 21,8 18,6 0,2
1716–1720 20,4 10,6 9,8
1721–1725 16,6 11 5,2 0,4
1726–1730 15,8 5,8 9,8 0,2
1731–1735 15,4 5,6 9,6 0,2
1736–1740 15,8 4,6 11 0,2
1741–1745 15 6 8,8 0,2
1746–1750 15,4 6,2 9,2
1751–1755 18,6 5,2 12,8 0,6
1756–1760 21 9,4 10,4 1,2
1761–1765 17 7,8 7,8 1,4
4. Jurisprudenz.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1564–1565 44,5 39 5,5
1566–1570 45,4 39,6 5,8
1571–1575 71,6 64,8 6,8
1576–1580 58,2 51,8 6,4
1581–1585 61,2 56,4 4,8
1586–1590 94,4 87,6 6,8
1591–1595 90 81,4 8,2 0,4
1596–1600 114,8 105,8 8,6 0,4
1601–1605 127,4 114,2 9,4 3,8
1606–1610 139,4 126,8 10,8 4,8
1611–1615 133 118,4 12,4 2,2
1616–1620 147 136,8 9,2 40,4
1621–1625 99,6 83 15,8 0,8
1626–1630 92 83,4 8 0,6
1631–1635 58,6 50,2 8,2 0,2
1636–1640 39,2 34,8 4,4
1641–1645 65,4 59 6,4
1646–1650 88 81,2 6,6 0,2
1651–1655 90,4 84 6,4
1656–1660 69,4 64,6 4,8
1661–1665 95,2 86 9,2
1666–1670 86 80 6
1671–1675 87,6 77,6 9,8 0,2
1676–1680 83,6 78 5,4 0,2
1681–1685 70,8 66,8 3,6 0,4
1686–1690 85,6 76 9,4 0,2
1691–1695 91,2 83,6 7,6
1696–1700 107,6 96,8 10,8
1701–1705 107,2 92,6 14,4 0,2
1706–1710 149,8 122,8 27
1711–1715 99,4 76,4 23
1716–1720 94,8 68,8 26
1721–1725 93 65,8 27,2
1726–1730 117,2 77,8 39,4
1731–1735 121,2 65,8 55,4
1736–1740 147,4 83 64,4
1741–1745 117,4 69,8 47
1746–1750 121,8 65,8 56
1751–1755 89,6 40,4 49 0,2
1756–1760 69,4 36,2 32,8 0,4
1761–1765 45 26,2 18,4 0,4
5. Medizin.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1561–1565 29 23 6
1566–1570 22 17,4 4,8 0,4
1571–1575 28,6 18 9,6 1
1576–1580 29,2 23,6 5,4 0,2
1581–1585 40 29,8 9,6 0,6
1586–1590 41,2 34,8 6,4
1591–1595 50 40,8 9,2
1596–1600 48,2 32,2 15 1
1601–1605 77,6 56,6 19,2 1,8
1606–1610 71 49 20 2
1611–1615 61,4 40,6 19,2 1,6
1616–1620 73,2 55,4 17 0,8
1621–1625 66,8 45,4 21 0,4
1626–1630 77,8 52,4 24,4 1
1631–1635 41,2 29,6 11,6
1636–1640 33,8 23,8 9,8 0,2
1641–1645 64,2 49,8 13,2 1,2
1646–1650 65,6 49,6 15,6 0,4
1651–1655 52,4 41,6 10,8
1656–1660 49,4 32,2 16,4 0,2
1661–1665 59,6 49,4 10,2
1666–1670 57,8 44,4 13,2 0,2
1671–1675 55,8 40,6 14,6 0,6
1676–1680 67,2 41,8 25,4
1681–1685 72,4 45 27 0,4
1686–1690 81 45 35,2 0,8
1691–1695 67 35 29,4 2,6
1696–1700 78,6 41,2 37,4
1701–1705 72,2 36,2 36
1706–1710 86,8 35,8 51
1711–1715 83,4 33,6 49,8
1716–1720 93,8 30,6 63,2
1721–1725 80,2 25,8 54 0,4
1726–1730 81,4 30,8 50,6
1731–1735 80,6 28,2 52,2 0,2
1736–1740 78,4 36 41,6 0,8
1741–1745 76,4 32,2 44 0,2
1746–1750 105,2 42,2 62,2 0,8
1751–1755 91,2 32,4 58 0,8
1756–1760 81,4 28,4 51,4 1,6
1761–1765 86,2 30,6 51,8 3,8
6. Geschichtswissenschaft.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1564–1565 37 26 10,5 0,5
1566–1570 45 31 11,6 2,4
1571–1575 67,8 40,6 17 10,2
1576–1580 71,4 38,8 18,6 14
1581–1585 66 42,2 18,6 5,2
1586–1590 91,2 51,6 31 8,6
1591–1595 93 57,6 29 6,4
1596–1600 115 71,4 37,4 6,2
1601–1605 187,6 110 52,6 25
1606–1610 191,2 115,6 52,4 23,2
1611–1615 219,8 138,4 57,4 24
1616–1620 189,8 123,2 47,4 19,2
1621–1625 139,2 92,2 36,6 10,4
1626–1630 139,6 95,4 33,2 11
1631–1635 109 69 33 7
1636–1640 93 62 25,4 5,6
1641–1645 144 97,4 34,2 12,4
1646–1650 165,2 117,4 41,8 6
1651–1655 165,8 121,6 39,2 5
1656–1660 121,6 79,4 36,6 5,6
1661–1665 136 85,8 42,6 7,6
1666–1670 117 68,8 38,4 9,8
1671–1675 120,8 71,6 43,8 5,4
1676–1680 125,6 75,6 43,6 6,4
1681–1685 126,8 54,6 64,8 7,4
1686–1690 141 61,4 69,2 10,4
1691–1695 115,4 45,2 60 10,2
1696–1700 173,4 64,4 106,2 2,8
1701–1705 139,2 38,4 99,8 1
1706–1710 194,2 64 128,4 1,8
1711–1715 154,6 44,6 107,2 2,8
1716–1720 163,6 33,6 126,4 3,6
1721–1725 169,8 40,8 124,6 4,4
1726–1730 176,2 47 124,6 4,6
1731–1735 195 39,4 150,6 5
1736–1740 192,4 29,6 138,8 24
1741–1745 209,6 39,6 147,2 22,8
1746–1750 214,2 36,6 153,4 24,2
1751–1755 206,4 33,4 143 30
1756–1760 225,2 24,8 162,8 37,6
1761–1765 265,8 33,8 201,6 30,4
7. Philosophie.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1564–1565 60,5 52,5 8
1566–1570 63,6 55 7,4 1,2
1571–1575 72,4 57,6 8,8 6
1576–1580 83,4 71 8,6 3,8
1581–1585 93 80,2 10,8 2
1586–1590 115 98,2 8,8 8
1591–1595 141,8 114,8 20,2 6,8
1596–1600 140,6 116,4 15,4 8,8
1601–1605 238 174 34,8 29,2
1606–1610 264 193 47,2 23,8
1611–1615 267,6 201,2 47 19,4
1616–1620 364,4 250,4 84,4 29,6
1621–1625 252,6 196,6 41,2 14,8
1626–1630 192,8 139,8 38,8 14,2
1631–1635 135,6 102,4 28,6 4,6
1636–1640 109,2 80,4 19,2 9,6
1641–1645 143 93,6 39,4 10
1646–1650 176,8 127,2 42,4 7,2
1651–1655 195,4 145 44,6 5,8
1656–1660 142,8 99,6 36,6 6,6
1661–1665 194,8 131,2 56,2 7,4
1666–1670 157 101 48,2 7,8
1671–1675 161,8 105,2 48 8,6
1676–1680 176,2 100,4 63,2 12,6
1681–1685 174 102,8 61 10,2
1686–1690 174 102,8 57 14,2
1691–1695 193,6 110,4 58,6 24,6
1696–1700 220,4 110,6 97 12,8
1701–1705 252,6 123,4 120,8 8,4
1706–1710 261,4 134,4 114 13
1711–1715 244 107 116 21
1716–1720 237,8 92,4 133,4 12
1721–1725 240,4 88,8 139,4 12,2
1726–1730 246,2 95,8 137,8 12,6
1731–1735 246,6 88,8 142,2 15,6
1736–1740 312 97,2 180 34,8
1741–1745 299,4 86,4 179,4 33,6
1746–1750 345,2 82,2 212,8 50,2
1751–1755 416,2 77,6 270,6 68
1756–1760 385,2 58 264,4 62,8
1761–1765 508,8 71 359 78,8
8. Poesie.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1564–1565 25,5 23 2,5
1566–1570 22,2 18 3,4 0,8
1571–1575 31,4 22,8 5,6 3
1576–1580 30,6 25,8 2,8 2
1581–1585 27 24 2,6 0,4
1586–1590 43,4 35,2 7 1,2
1591–1595 41,2 33,4 4,4 3,4
1596–1600 41 35,2 2 3,8
1601–1605 64,8 41 9,8 14
1606–1610 77,4 54 13 10,4
1611–1615 78,8 57 12,4 9,4
1616–1620 78,8 56,2 11 11,6
1621–1625 54,8 37,8 11,8 5,2
1626–1630 52,2 32,2 14 6
1631–1635 40,4 28,8 11 0,6
1636–1640 33 19 12,8 1,2
1641–1645 62,2 25,6 26,8 9,8
1646–1650 53,4 20,4 30,6 2,4
1651–1655 44,6 22,2 19,4 3
1656–1660 35,6 15,6 17,2 2,8
1661–1655 40,4 13,8 23,6 3
1666–1670 30,2 11,4 15 3,8
1671–1675 28,6 12 16 0,6
1676–1680 33 8,2 21,4 3,4
1681–1685 33,4 6,2 25,8 1,4
1686–1690 26,6 8,4 17,2 1
1691–1695 29 8 16,4 4,6
1696–1700 46,6 4,4 38,8 3,4
1701–1705 23 3 19,4 0,6
1706–1710 32,8 8,8 23,6 0,4
1711–1715 28,4 2,6 23,6 2,2
1716–1720 30,2 2,2 25 3
1721–1725 32,8 0,8 30 2
1726–1730 33,6 1,6 30,6 1,4
1731–1735 44,2 1 39,4 3,8
1736–1740 40 1,8 27,8 10,4
1741–1745 65,4 2,8 49,4 13,2
1746–1750 113,4 2,6 91,2 19,2
1751–1755 117,6 4,2 96,8 16,6
1756–1760 89,4 4,6 70,6 14,2
1761–1765 166,2 4,6 123,2 38,4
9. Musik.
Jahreszahl. Gesamtziffer. Lateinische
Sprache.
Deutsche
Sprache.
Fremde
Sprachen.
1564–1565 21 21
1566–1570 21,2 16,8 3,8 0,6
1571–1575 19,2 11,4 6,4 1,4
1576–1580 20,2 10,8 5,2 4,2
1581–1585 14,4 8,2 4 2,2
1586–1590 24,6 14,6 6,6 3,4
1591–1595 18 8,2 6,6 3,2
1596–1600 20,8 8,4 5,2 7,2
1601–1605 44,8 22,4 14,6 7,8
1606–1610 41,2 18,2 18 5
1611–1615 37,4 19,2 15,8 2,4
1616–1620 36 16,8 17,6 1,6
1621–1625 43,6 22 20,6 1
1626–1630 27,6 11 15,4 1,2
1631–1635 16,2 5,2 10,2 0,8
1636–1640 8,8 1,4 7,2 0,2
1641–1645 23,6 6 16,8 0,8
1646–1650 27,6 10 16,8 0,8
1651–1655 17,4 2,6 14,6 0,2
1656–1660 19,6 3,2 16 0,4
1661–1665 15 4,4 10,4 0,2
1666–1670 19,4 6 13,2 0,2
1671–1675 16,2 3 13 0,2
1676–1680 8,4 2,2 5,8 0,4
1681–1685 12,4 2,6 9,6 0,2
1686–1690 12,2 3,2 8,8 0,2
1691–1695 10,8 2,8 6,8 1,2
1696–1700 13,2 2,6 9,6 1
1701–1705 9,2 2,8 5,6 0,8
1706–1710 7,4 1 6 0,4
1711–1715 6,4 6 0,4
1716–1720 7,2 6,8 0,4
1721–1725 5,6 0,2 5,2 0,2
1726–1730 4 4
1731–1735 6,6 0,6 5,6 0,4
1736–1740 8,6 0,4 7,4 0,8
1741–1745 14,4 1,6 11 1,8
1746–1750 16 0,6 10 5,4
1751–1755 18 0,4 12,6 5
1756–1760 26,6 0,2 16,4 10
1761–1765 29,8 18,4 11,4

  1. So hat Kapp einigemal fünfjährige Durchschnittssummen berechnet, wo ich mich mit zehnjährigen begnügt hatte.
  2. Leider ist Kapp zu der von ihm geplanten Weiterführung nicht gelangt. Mir lag im Jahre 1850 nur die Statistik bis zum Jahre 1765 vor, während Schwetschke später den „Codex nundinarius“ bis zum Jahre 1846 fortgesetzt hat. Allerdings hätte bei dieser ein anderer Maßstab gewählt werden müssen, denn bald nach 1765 nimmt der Buchhandel relativ riesige Verhältnisse an. Unsere Tafel geht bis zur Höhe von 1800, aber bereits im Jahre 1770 betrug die Gesamthöhe 1807, im Jahre 1780: 2642, im Jahre 1800: 4012, im Jahre 1820: 7308, im Jahre 1840: 11151 u. s. w.
  3. Natürlich treten hierzu auch noch die Ungenauigkeiten in der Ausarbeitung des „Codex nundinarius“. Selbstverständlich muß man Nachsicht üben, wo es sich um Hunderttausende von Zahlen handelt, aber der „Codex“ ist wirklich oft recht flüchtig gearbeitet und ungenau korrigiert. Als ein Beispiel häufig vorkommender Differenzen wähle ich das Jahr 1658. Als auswärts erschienen werden hier 120 Werke aufgeführt; das stimmt zu der Summe der unter II (Auswärtige Orte) aufgezählten Bücher, nicht aber zu der am Kopfe der Verlagsorte und Verleger gegebenen Aufzählung nach Fächern, denn hier ergibt sich nur die Ziffer 115. Der Fehler liegt in den lateinischen Schriften: diese belaufen sich an ersterer Stelle auf 72, an letzterer Stelle nur auf 67. Außerdem findet sich in diesem Jahre noch ein zweiter Fehler. Das Verzeichnis der auswärtigen Orte (II) gibt 27 italienische Schriften an, das Verzeichnis nach Fächern nur 18, also 9 weniger; dagegen gibt jenes nur 5 französische, dieses aber 14 an, also 9 mehr. Man möchte auf den ersten Blick meinen, daß diese beiden Differenzen von 9 wohl auf denselben Fehler hinausliefen, aber ich glaube, das ist nur ein Schein. Die Ziffer 14 wird für die französischen Bücher bei auswärtigen Verlegern die richtige sein, und in Genf wird für „9 fr.“ fälschlich „9 d.“ gedruckt sein, denn aus Genf sind in diesen Jahren stets französische, nie deutsche Bücher auf die Messe gebracht. (Ebenso ist es ein Fehler, wenn im Jahre 1626 bei Genf „29 d.“ statt „29 fr.“ angegeben wird.) Das Fehlen der 9 italienischen in der Aufzählung nach Fächern wird sich verteilen; auch hier wird die höhere Ziffer 27 richtig sein, denn Ferrara lieferte allein 25 italienische Werke. In der Hast der Arbeit wird der Anfertiger des „Codex nundinarius“ sich durch die Antiquaschrift hier und da zur Verwechselung des Französischen und Italienischen haben verleiten lassen.
  4. a b c Nur Herbstmesse
  5. Wohl nicht vollständig. Die „Collectio in unum corpus“ ist hier zwar aus dem Willerschen Katalog ergänzt (vgl. „Codex nundinarius“, S. VI), aber die „Collectio“ (1592) hat den Herbstmeßkatalog wohl nur angeblich noch berücksichtigt.
  6. Katholisch-theologische Bücher wurden weder im Ostermeß- noch im Michaelismeßkatalog angeführt.