Geschichte von Kloster Heilsbronn/Betzmannsdorf

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[125]
3. Betzmannsdorf,

Pecemannesdorf, 3/4 Stunden von Heilsbronn, ein Weiler mit zwei Bauernhöfen, wird, wie Weiterndorf, in der Stiftungsurkunde von 1132 unter den sieben Orten genannt, wo das Kloster gleich bei seiner Gründung vom Bischof Otto Besitzungen erhielt; ob, wie bei Weiterndorf, einen der Höfe, oder nur Gefälle, sagt der Stiftungsbrief nicht. Wer die Vorbesitzer waren, ist unbekannt. Das Kloster wurde alleiniger Besitzer der beiden Höfe. [126] Wie in Weiterndorf, so wurde auch in Betzmannsdorf während des 30jährigen Krieges kein Gebäude ein Raub der Flammen. Allein die beiden Höfe standen von dem verhängnißvollen Jahre 1631 an unbewohnt, verödeten und fielen dem Klosteramte heim. Für den einen, welcher vor dem Kriege jährlich 14 Sra. Gültgetreide lieferte, fand sich nach elfjähriger Verödung ein Übernehmer, H. Güntz, der den Hof mit 1001/2 Mrgn. Äckern, 11 Tgw. Wiesen, 12 Mrgn. Holz für 125 fl. kaufte und anstatt 14 nur 5 Sra. Gültgetreide jährlich zu liefern sich verpflichtete. Er baute binnen 23 Jahren Haus, Scheune und zwei Hofhäuslein wieder auf. Den andern, etwas kleineren Hof übernahm G. Gilg, mit dem es in ähnlicher Weise gehalten wurde. Die beiden Höfe kamen bald wieder in guten Stand.