Geschichte von Kloster Heilsbronn/Ergersheim

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6. Ergersheim,

Pfarrdorf. Die oben beim 9. Abt besprochene Urkunde beweist, daß das Kloster schon vor 1249 Güter in Ergersheim besaß. Der 13. Abt Heinrich von Hirschlach erweiterte den Besitz. Der 19. Abt Arnold kaufte 1377 von Hein. Göß und Kon. Kumpf eine Hofstatt um 50 Pfund Heller; der 21. Abt Waibler 1422 von Hans Günther 2 Mgn. Weingarten am Mittelberg unter Siegelung von Burkhard von Ehenheim, genannt Übel, gesessen [380] zu Ergersheim; der 22. Abt Kötzler 3/4 Mgn. Weingarten nebst 4 Mgn. Äcker in Ergersheim und 24 Mgn. Äcker in Pfaffenhofen von Seyfried Gößheim und ließ sich 1440 die Errungenschaft durch einen Urtelbrief vom Landgericht Würzburg bestätigen. Im Ganzen erwarb das Kloster 5 Anwesen in Ergersheim. Vor und während der Reformationszeit geboten im Orte mancherlei Dorfherren, woraus viele Kompetenzkonflikte erwuchsen. Um 1530 waren Dorfherren: der Abt Schopper zu Heilsbronn, Sigmund von Heßberg, Komthur St. Johannisordens zu Rothenburg und Reichhardsroth, Friedrich von Lentersheim zu Neuenmuhr in Neustadt, Christoph von Gebsattel, Christoph von Ehenheim, Georg von Knöring, Komthur in Virnsberg, und der Markgraf Georg. Die sieben Erstgenannten verbanden sich gegen den markgräflichen Ortsschultheiß, dem sie keine Vogteischaft zuerkannten und die Entrichtung von Henkergeld und Türkensteuer verweigerten, weßhalb der Abt Schopper die sämmtlichen Dorfherren zu einer Verhandlung nach Ansbach einlud. Vermöge der ausgedehnten Klosterprivilegien hatten die fünf heilsbronnischen Bauern des Ortes, außer Schutzhaber, an den Markgrafen keine Steuer, Bethe und Frohn zu leisten, nach richterlichem Erkenntniß auch keine Hundertpfennigsteuer. Daß sie aber 1549 ihrem eigenen Oberherrn, dem Abt, eine Steuer verweigerten, ist oben beim 30. Abt berichtet worden.