Heisa!

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Hanns von Gumppenberg
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Heisa!
Untertitel:
aus: Das teutsche Dichterroß, S. 129
Herausgeber:
Auflage: 13. und 14. erweiterte Auflage
Entstehungsdatum: 1901
Erscheinungsdatum: 1929
Verlag: Callwey Verlag
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: München
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Digitalisat auf Commons
Kurzbeschreibung: Parodie auf Paul Scheerbart
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[129]
HEISA!
Ein Tanzlied

Unter dem gelben Tische der Weltgeschichte tanzt alles, was unter den Tisch gefallen ist.

Oben hockt die dicke, giftige, rotbepustelte Kröte und lacht mit hopsenden Backen über das Lumpenvolk da drunten, und je giftiger sie lacht, desto violetter glühen die Pusteln. „Ihr Narren!“ pustet die bepustelte Kröte, „ihr Tröpfe! Betrunken seid ihr – nur darum seid ihr unter den Tisch gefallen!“

Natürlich sind wir betrunken!“ jubeln die drunten, „natürlich! Tanzten wir sonst?“

Und alles, was unter den Tisch gefallen ist, tanzt wilder und wilder, bis der gelbe Tisch der Weltgeschichte wackelt, bis er stürzt, und die pustelige Kröte rücklings zur Erde purzelt, so daß man ihren bläulichweißen Bauch sehen kann ..

Da ist es natürlich mit ihr vorbei, denn sie gehört zum Geschlecht der faulen Fische.

Die Andern aber tanzen weiter und weiter, über ihren Kadaver und über die Trümmer des gelben Tisches hinweg, träumend von dem grünen Tische der Hoffnung, unter den sie nicht zu fallen brauchen.


nach Paul Scheerbart