Inferno

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Textdaten
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Autor: Sophie Hoechstetter
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Titel: Inferno
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aus: Vielleicht auch Träumen. Verse. S. 52
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1906
Verlag: Müller
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Erscheinungsort: München und Leipzig
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Princeton-USA* = Commons, E-Text ngiyaw-ebooks
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: [1]
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Bearbeitungsstand
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INFERNO

„Laßt, die ihr eingeht, jede Hoffnung sinken“,
Laßt, die ihr eingeht, hinter euch die Glut
Von allen Wünschen still ertrinken –

Laßt, die ihr eingeht, hinter euch die Klagen,

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Ruhmlos versickerte das rote Blut –

Ihr wart, und das hat niemand viel zu sagen.

Laßt, die ihr eingeht, eure müden Hände
Über euch streicheln, als das letzte Gut
Von Leidgenossen an des Handelns Ende.

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Laßt, die ihr eingeht, der Verzweiflung Ringen

Und eine letzte haßerfüllte Wut
Euch noch ein letztes Mal erklingen.

Denn auch dies eine wird euch abgerungen
Auch dieser letzte Lebenston bald ruht

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In ewiger Starrheit eingezwungen.


Laßt, die ihr eingeht, jedes Hoffnungswerben,
Dies zu bezwingen nützt kein Heldenmut:
Den Tod mit dem Bewußtsein, nie zu sterben.