Kleiner Briefkasten (Die Gartenlaube 1894)

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Titel: Kleiner Briefkasten
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aus: Die Gartenlaube, Heft 1 bis 52
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1894
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Heft 3[Bearbeiten]

[52] A. F. Plauen. Ihr Manuskript können wir leider nicht verwenden.

Alte Abonnentin in Brandenburg. Sie können die Sammelmappen für die Kunstbeilagen der „Gartenlaube“ ganz gut auch zur Aufbewahrung des laufenden Jahrgangs benutzen.

G. F. M. in Southwark. Gewiß, der Standpunkt, den Sie eingenommen haben, hat sein gutes Recht. Aber für so schlimm können wir die Sache nicht ansehen.

O. B. in Budapest. Die ersten Kirchenglocken werden dem Bischof Paulinus von Rola in Campanien († 431) zugeschrieben, und ihre lateinischen Benennungen „nola“ oder „campana“ werden daher geleitet. Das deutsche Wort Glocke, welches auch in das mittelalterliche Mönchslatein überging, findet sich schon sehr früh und ist vielleicht von dem althochdeutschen clocchon = klopfen, anschlagen, herzuleiten. Die allgemeine Verbreitung der Glocken in Deutschland erfolgte durch Karl den Großen, der ihren Gebrauch beim Gottesdienst einführte und Kirchtürme bauen ließ, um ihrem Schall die volle Wirkung zu sichern. Jedermann kennt diesen herzbewegenden Klang, dem sich kein anderer Ton an feierlicher Macht vergleichen kann, am allerwenigsten der der Stahl und Eisenstäbe, die man neuerdings da und dort aus Ersparnißrücksichten eingeführt hat. Ihr Klang tönt hart und nüchtern und wird niemals ein volles Glockengeläute entbehrlich machen.

Bernhard V. in Mailand. Sie fragen uns, wer den Weizen nach Amerika eingeführt und wer ihn zuerst gebaut habe. Die Antwort daraus lautet: Der Zufall hat ihn eingeführt und ein Neger ihn zum ersten Male ausgesät oder gepflanzt. Ein Negersklave des großen Cortez fand, so wird berichtet, drei Körner davon unter dem Reis, den man aus Spanien als Proviant für die Armee mitgebracht hatte. In dem Franziskanerkloster zu Quito in Peru wurde noch zu Zeiten Alexander von Humboldts ein Topf aufbewahrt, in welchem der erste Weizen enthalten war, den der Mönch Fray Jodoco Rixi de Gante zu Quito aussäte. Rixi war aus Gent in Flandern gebürtig. Der Topf hatte eine Inschrift, welche die Mönche nicht entziffern konnten und die ihrer Meinung nach eine geheime Beziehung auf den Weizen haben sollte. Der Topf wurde dem gelehrten Humboldt gezeigt, und er las in altdeutschem Dialekte den Denkspruch: „Wer aus mir trinkt, vergesse seines Gottes nicht?“ Gewiß eine seltsame Beziehung deutscher Topfindustrie zu dem peruanischen Weizen! – Das Getreide, welches die Spanier bei den Eingeborenen in Kultur vorfanden, war Mais.

Heft 31[Bearbeiten]

[532] F. L. in Berlin. Ihre Zuschrift haben wir erhalten. Prinz Adalbert von Preußen ist am 6. Juni 1873 in Karlsbad gestorben. Er war übrigens, wie Sie richtig bemerken, nicht ein Bruder, sondern ein Vetter Kaiser Wilhelms I., der Sohn des jüngsten Bruders von Kaiser Wilhelms Vater.

G. K. in Ulm. Besten Dank für Ihre freundliche Aufmerksamkeit!

A. B. in E. Wir bedauern, Ihnen auf Ihre Anfrage einen Bescheid nicht geben zu können, da wir grundsätzlich in Bank- und Versicherungsangelegenheiten keinen Rat erteilen.

B. St. in Scheiben. In den „Gesammelten Schriften“ Moltkes sind die Briefe an seine Braut und Frau nur in gekürzter Fassung enthalten. Eine vollständige Ausgabe ist in 2 Bänden bei der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart erschienen.

Heft 42[Bearbeiten]

[724] Anfrage. Giebt es jemand, der alte ausgeschriebenen Stahlfedern kauft? Ein wohlthätiger Verein bittet uns um Vermittlung eines Absatzgebietes dafür, um den Erlös zur Unterstützung armer Kinder vernwenden zu können. Für gütige Angabe einer Adresse im voraus besten Dank!

J. W. v. Eyndhoven in Pittsburg. Leider konnten wir für Ihre Schilderung des Festes, mit welchem der Deutsche Kriegerbund der Vereinigten Staaten in den Tagen vom 19. bis 22. August sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat, keinen Raum erübrigen. Doch geben wir gern wenigstens in dieser kurzen Form von der Thatsache des Festes und den auf Pflege des heimatgefühls gerichteten Bestrebungen des „Bundes“, der von ehemaligen Mitgliedern des Deutshcne Heeres gebildet wird, den Lesern der „Gartenlaube“ Kenntnis.

A. B. in C. Für Ihr Manuskript haben wir zu unserem Bedauern keine Verwendung.

P. W. in Caracas. Der Roman „Gesprengt Fesseln“ von E. Werner erschien im Jahrgang 1874 der „Gartenlaube“, liegt aber jetzt auch in der reizenden illustrierten Ausgabe von E. Werners gesammelten Romanen und Novellen als deren dritter Band (zusammen mit „Verdächtig“) vor. Wenn Sie die Wernerschen Erzählungen besammen haben wollen, so können wir Ihnen diese illustrierte Ausgabe sehr empfehlen.

Teresa de A., Avila. Wir sind, so leid es uns thut, nich tin der Lage, von Ihrer Anregung Gebrauch zu machen.