Man sagt: es beb’ von ungesproch’nen Worten

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Textdaten
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Autor: Marie Eugenie Delle Grazie
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Titel: Man sagt: es beb’ von ungesproch’nen Worten
Untertitel:
aus: Italische Vignetten,
S. 73
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Breitkopf und Härtel
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Aus dem Zyklus „Rom“.
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[73]


 2.

Man sagt: es beb’ von ungesproch'nen Worten
Gereizter, denn von anderen die Luft,
Man sagt: es hafte an gewissen Orten
Ein räthselhafter Zauber oder Duft,

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Der ahnungsvoll den Busen uns beenge,

Verrätherisch die Sinne uns entfach’
Und heiß das Blut nach uns’ren Schläfen dränge –
Man sagt’s in meiner fernen Heimat – ach!
Und hier lernt’ ich’s in schwüler Stund’ verstehen!

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Hier bebte so erregt um mich die Luft,

Laut ging mein Herz und durch den Sinn mir wehen
Fühlt’ ich’s, betäubend, wie Narzissenduft!
Nach Worten rang auch ich – doch ungesprochen
Erstarb, was heiß mir auf die Lippen trat,

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Und von verwelkten Blumen hat’s gerochen

Seitdem aus meinem ganzen Lebenspfad!