Pariser Bilder und Geschichten/Der Herr von Paris

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: E. Roderich
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Pariser Bilder und Geschichten – Der Herr von Paris
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 18, S. 280-281
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1868
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[280]

Pariser Bider und Geschichten.

Der Herr von Paris.

Vor einigen Jahren wurde ich von einem alten reichen Hagestolzen zum Frühstück eingeladen. Wir waren unser Neun bei Tische, eine Zahl, die bekanntlich bei einer classischen Tafel nicht überstiegen werden darf. Die Gesellschaft bestand übrigens aus hochgebildeten Männern, aus Künstlern, Schriftstellern und Magistratspersonen, so daß die Unterhaltung keinen Augenblick stockte. Die trefflichen Weine, auf die unser Amphitryo mit Recht stolz war, trugen nicht wenig dazu bei, die Unterhaltung zu beleben und durch manches geistreiche Wort zu würzen.

Nach beendigter Tafel begaben wir uns in den Rauchsaal, wo wir den duftigsten Mokka schlürften und eine reiche Auswahl der vorzüglichsten Havanna-Cigarren fanden. Die Fenster dieses Saales gingen auf die Elyseischen Felder, und da die Frühlingssonne am unumwölkten Himmel strahlte und eine frische stärkende Luft durch die grünen Wipfel der Ulmen wehte, so rollten die glänzenden Equipagen nach dem Boulogner Gehölz und waren die breiten Trottoirs von unzähligen Spaziergängern belebt. Berühmtheiten der Kunst und Literatur, der Wissenschaft und der Diplomatie drängten sich durch die Menge, ohne von dieser beachtet zu werden.

Wir sahen dem Treiben plaudernd zu, als einer unserer Tischgenossen – ich will ihn aus Discretion Duval nennen – uns auf einen athletisch gewachsenen, schwarz gekleideten Mann aufmerksam machte, der würdevollen Schrittes vom Concordienplatz herbeikam und just unter unserem Fenster stehen blieb, um einigen Mädchen, die mit ihren Eltern von der entgegengesetzten Richtung kamen, mehr Raum zu gönnen. Die Familie verneigte sich dankend vor ihm und setzte ihren Weg fort.

„Wissen Sie, wer der schwarz gekleidete Herr ist, der eben so artig gewesen?“ fragte Duval.

Wir schüttelten verneinend den Kopf.

„Es ist Monsieur de Paris!“ sagte Jener.

„Der Scharfrichter!“ riefen wir Alle.

„Kein Anderer!“ sagte Herr Duval, der, ein berühmter Priester der Themis, in der Lage war, den furchtbaren Rächer der beleidigten Justiz genau zu kennen. „Sieht er nicht aus wie ein Rentier, der sich von den Geschäften zurückgezogen?“ fuhr er fort. „Glücklicher Weise nimmt ihn auch sein Geschäft nur höchst selten in Anspruch, so daß er ruhig von seinem Gehalt leben kann, welches mit den Nebeneinkünften ziemlich bedeutend ist. Wahrscheinlich kommt er in diesem Augenblick von seiner schönen Wohnung auf einem der Boulevards und geht nach Courcelles, wo er ein hübsches, von Blumen und Zierpflanzen umgebenes Landhaus bewohnt, um welches ihn gar Mancher beneidet; denn so furchtbar das Amt dieses Mannes ist, so haben sich doch bei der im Jahre 1847 erfolgten Entlassung seines Vorgängers Sanson an dreißig Personen darum beworben, und unter diesen Bewerbern waren sogar mehrere Aerzte. Der Mensch will leben, und ein fixer Jahresgehalt von sechstausend Franken und eben so viel für Reisespesen hat doch etwas Verlockendes.“

Man fragte, welche Reisen der Nachrichter zu unternehmen habe.

„Es giebt in Frankreich achtundzwanzig kaiserliche Gerichtshöfe,“ antwortete Jener. „Jeder Gerichtshof hat seine Guillotine und seinen Scharfrichter. Wenn nun eine Hinrichtung außerhalb der Hauptstadt eines Gerichtsbezirkes stattfindet, muß natürlich der Scharfrichter, von der entsetzlichen Maschine begleitet, sich an den Ort der Hinrichtung begeben. Die Maschine, die vor der Reise auseinander gelegt und in eine Kiste gepackt worden, wird dort ausgepackt, um Mitternacht aufgerichtet, unmittelbar nach dem furchtbaren Acte wieder auseinander gelegt und wohl verpackt in ihre Wohnung zurückgebracht. In Paris ist sie in der Rue Folie-Regnault, Nummer 42, einquartiert und zahlt einen jährlichen Miethzins von sechshundert Franken. Was nun den jetzigen Pariser Nachrichter betrifft, so ist er ein sanfter stiller Mann. Er ist ein Südfranzose; sein Name läßt indessen auf einen holländischen Ursprung schließen. Er heißt nämlich Heidenrix.“

Es entstand eine Pause, welche durch die Bemerkung unterbrochen wurde, wie gräßlich es sein müßte, einen Menschen zu tödten, von dem man kein Unrecht erlitten, ja den man früher niemals gesehen.

„Ich bin weit entfernt, dem zu widersprechen,“ sagte Jener, „indessen macht man sich doch einen ganz falschen Begriff von der Thätigkeit des Scharfrichters. Derselbe sieht den Verurtheilten kaum einige Minuten, und dieser wird von ihm niemals berührt. Die Hinrichtungen finden am frühen Morgen statt. Beim Beginn der Morgendämmerung begiebt sich der Scharfrichter in das Gefängniß und unterzeichnet in der Schreibstube den Schein, in welchem er für das ihm anzuvertrauende Individuum haftet. Hierauf tritt er in das sogenannte Toilettenzimmer, ein dunkles enges Gemach, in welches bald der Delinquent, von dem Priester begleitet, geführt wird. Zwei Gehülfen setzen ihn auf einen Stuhl, und sobald ihm der Hemdkragen abgerissen, das Haar rings um den Nacken abgeschnitten und die Bande an Händen und Füßen befestigt sind, erscheint der Nachrichter, der sich bisher mit dem Gerichtsschreiber und den Gefängnißwärtern in einem Winkel gehalten, und faßt den Delinquenten vermittels der Band-Enden, während der Priester ihn am rechten Arme faßt. Der Scharfrichter ist schwarz gekleidet und trägt schwarze Handschuhe. Die zwanzig Schritte zum Schaffot, wohin inzwischen die zwei Gehülfen geeilt sind, werden in einigen Augenblicken zurückgelegt. Dort angelangt, wird durch eine leichte Handbewegung der Delinquent auf das verhängnißvolle Brett gelegt; der Scharfrichter drückt auf den Knopf, das Beil fällt und – das schauervolle Drama ist zu Ende.“

„Man darf indessen nicht glauben,“ fuhr er fort, „daß die Ausübung seines Amtes dem Scharfrichter keine Gemüthsbewegung verursache. Monsieur de Paris ist immer leichenblaß, wenn er das Urtheil der Justiz ausführen soll, und er verlangt unmittelbar nach der Ausführung ein Glas Wasser, um seine aufgeregten Nerven zu beruhigen. Dies mag davon herkommen, daß er einst von einem Verurtheilten, der aus Versehen nicht in die gehörige Lage gebracht worden, in die Hand gebissen wurde.“

„Wie kann man nur ein so blutiges Amt übernehmen!“ riefen Mehrere.

„Das ist nicht immer ein Act der freien Wahl,“ antwortete Jener. „Das Nachrichteramt erbt sich in der Familie von Vater auf Sohn fort, wie dies bei den Sanson geschehen ist, in deren Familie es sich länger als zwei Jahrhunderte hindurch fortgeerbt hat. Der Großvater des vor mehreren Jahren entlassenen Sanson ist mit Verzweiflung im Herzen seinem eigenen Vater in’s Amt gefolgt. Er war in Rouen geboren. Sein Vater wollte ihm eine gute Schulbildung geben lassen, der arme Junge wurde aber aus jeder Schule fortgeschickt, weil die Eltern der Schüler den [281] Sohn eines Scharfrichters nicht unter ihren Söhnen dulden wollten, bis endlich ein armer Geistlicher sich des Knaben annahm und ihn erzog. Dieser Sanson ist auch später, als er das Amt seines Vaters übernahm, ein sehr sanfter und frommer Mann geblieben. Ihm war die Hinrichtung Ludwig’s des Sechszehnten vorbehalten. Er sträubte sich lange, dieselbe zu vollziehen, er setzte auch nicht selbst das Beil in Bewegung, und als der Kopf des Königs gefallen, fiel er in eine schwere Krankheit, die ihn nach sechs Monaten hinraffte. Zu seinem Testamente bestimmte er, daß alljährlich am 21. Januar eine Sühnungsmesse gelesen würde. Sein Sohn war weniger heikel. Er hatte während der Schreckenszeit viel zu thun. Er richtete Marie Antoinette, den Herzog von Orleans, Malesherbes und viele Andere hin, was ihn, den ‚Citoyen exécuteur des jugements criminels‘, nicht hinderte, ein großer Musikfreund zu sein und jede Woche eine musikalische Soirée zu geben, in welcher sich die berühmtesten Künstler hören ließen. Dieser Sanson genoß einer gewissen Popularität. Er besuchte gern die Baudevillen-Theater, wo er durch seinen hohen Wuchs und seine Glatze auffiel. Nicht selten wurde er von angesehenen Männern des In- und Auslandes besucht, die sehr erstaunt waren, in seiner Wohnung eine Reihe religiöser Bilder und seine zwei hübschen, wohlerzogenen Töchter am Clavier zu sehen. Eines schönen Tages, es war im Jahre 1835, ließen sich Lord Durham und Bowring bei ihm anmelden. Die beiden berühmten Männer waren begierig, ihn und – die Guillotine kennen zu lernen. Diesen Gästen zu Ehren wurde die Guillotine frisch gemalt. Lord Durham wollte einen Hammel kaufen und denselben köpfen lassen, er begnügte sich jedoch damit, als Sanson vor ihm und den übrigen Gästen – denn es hatten sich noch mehrere Engländer eingefunden – das furchtbare Beil auf einige Heubündel fallen ließ. Der berüchtigte Vidocq half dem Scharfrichter bei diesem Experimente, von dem Lord Durham und Bowring so sehr entzückt waren, daß sie Sanson und seinen Sohn zu einem Diner einluden. Außer diesen beiden Letzteren waren noch Alexandre Dumas, Balzac, Fourier, Victor Confidérant und viele Andere eingeladen. Ich selbst war unter den Gästen, und ich erinnere mich nicht, jemals eine lautere Gesellschaft gesehen zu haben; Balzac und Dumas ließen in ihrer Unterhaltung mit Vidocq ein wahres Feuerwerk von Geist und Witz prasseln.“ –

Das Gespräch kam nun auf das Benehmen der Verurtheilten, die man zum letzten Gange führt.

„Das ist sehr verschieden,“ bemerkte Duval. „Die meisten sind durch die lange Haft und durch die Procedur so abgestumpft, daß sie in der verhängnißvollen Stunde mehr todt als lebendig sind. Andere suchen sich aufzuregen und wollen muthig scheinen. Nur selten aber geht ein Verurtheilter kalten Blutes dem Tode entgegen. Es kommen auch Fälle großer Feigheit vor. So mußte Verger, der Mörder des Erzbischofs von Paris, mit Gewalt vom Lager gezogen und angekleidet werden. Er war von seiner Begnadigung überzeugt, und der Tod traf ihn unvorbereitet. Als ihn der Geistliche zur Fassung ermahnte, rief er: ‚Ich wollte, Sie wären in meiner Lage‘. Noch ehe er die Richtstatt erreicht hatte, waren seine Züge bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Anders freilich benahmen sich Orsini und Pieri, besonders der Erstere. Beide wußten, was ihnen bevorstand, und trafen ihre Anstalten. Orsini wünschte in einem Sarge bestattet zu werden.“ –

„Werden die Hingerichteten nicht in einen Sarg gelegt?“ unterbrach man:

„Nein! Sie werden, sobald das Schwert der Gerechtigkeit das Verbrechen gesühnt, nach dem Kirchhof Montparnasse gebracht und dort sogleich in die Gruft gethan. Orsini sprach nun in seinem kurzen, aber gut abgefaßten Testamente den Wunsch aus, nach seiner Hinrichtung in einen Sarg gethan, nach London gebracht und dort an der Seite seines Freundes Ugo Foscolo begraben zu werden. Der Sarg wurde ihm ausnahmsweise bewilligt; seine Leiche wurde aber nicht ausgeliefert. Er äußerte in seinem Testamente noch einen dritten Wunsch, daß man nämlich seinem Vertheidiger Jules Favre zum Andenken an ihn eine goldene Uhr im Werthe von achthundert Franken kaufe. Auch diesen Wuusch ließ der damalige Generalprocurator Chaix-d’Estange erfüllen, und ich glaube, daß Jules Favre die Uhr beständig trägt. Ruhig und besonnen, wie er sich während seiner Haft gezeigt, zeigte sich Orsini auch in der furchtbaren Stunde. Als ‚Königsmörder‘ mußten er und Pieri barfuß und mit schwarzverhülltem Haupte das Schaffot besteigen. Auf dem Wege zu demselben fing Pieri an, die Worte ‚Mourir pour la patrie‘ zu singen, Orsini verwies es ihm aber mit sanften Worten und ermahnte ihn zu ruhiger stiller Fassung. Das Haupt Pieri’s fiel zuerst. Orsini betrachtete dasselbe einen Augenblick, und mit den Worten: ‚Vive l’Italie! Vive la France!‘ legte er sich unter das Fallbeil und zwar sehr vorsichtig, um nicht von dem noch warmen Blute seines Schicksalsgefährten befleckt zu werden.“

„Erlauben Sie mir, diese eben nicht heitere Unterhaltung durch die Erzähluug eines merkwürdigen Falles zu beschließen,“ sagte ein Künstler, der sich in unserer Gesellschaft befand. „Sie haben gewiß schon oft von dem Sänger Lays reden hören. Dieser Sänger, der gegen Ende des vorigen Jahrhunderts eines sehr großen und wohlverdienten Rufes genoß, hinterließ eine Tochter, die den Geschichtsmaler Dupavillon, einen Schüler David’s, heirathete, und einen Sohn, welcher auf der Laufbahn seines Vaters Ruhm und Reichthum zu erwerben hoffte. Der Maler Dupavillon, ein sehr wackerer Künstler, fing bald an zu kränkeln, und da er seiner Kunst nicht mehr obliegen konnte, gerieth er in eine sehr bedrängte Lage, die ihm indessen die Gesellschaft der bildenden Künste, zu deren Mitgliedern auch ich gehöre, so viel wie möglich zu erleichtern suchte. Sein Schwager Lays, der seine Kunst liebte, aber kein Talent hatte, gerieth ebenfalls in schwere Bedrängniß und obgleich kein bildender Künstler, wurde er dennoch, als Mitglied der Familie Dupavillon’s, von unserer Gesellschaft unterstützt. Bald sollte indeß diesen schwer heimgesuchten Mann ein noch härteres Geschick treffen. Es verbreitete sich nämlich das Gerücht, daß er in früheren Jahren dem Scharfrichter der Schreckenszeit auf dem Schaffot als Gehülfe beigestanden. Man ließ ihm zwar nach wie vor die Unterstützung zufließen, kein Künstler aber wollte ihn sehen; Niemand wollte mit ihm in persönliche Berührung kommen. Er hatte bereits mehrere Briefe an unsern Präsidenten und Gründer der Kunstvereine, an den Baron Taylor, geschrieben, in denen er diesen um ein Zwiegespräch bat, der Baron konnte es jedoch, trotz seiner bekannten Gutmüthigkeit, nicht über sich gewinnen, einen Mann zu besuchen, auf welchem ein solcher Verdacht ruhte. So vergingen viele Jahre, bis Taylor, durch die herzzerreißenden Briefe des alten kranken Sängers auf’s Tiefste ergriffen, sich endlich entschloß, ihn zu besuchen.

‚Ich bin das Opfer eines entsetzlichen Verdachtes,‘ sagte er zu dem Baron, ‚und ich weiß, wodurch er hervorgerufen worden. Mein Vater stand in freundschaftlicher Beziehung zu Sanson, der bekanntlich ein großer Musikfreund war. Sanson gab häufig Soiréen und mein Vater sang in denselben, ohne jemals ein Honorar von seinem Freund anzunehmen. Die Familie Sanson’s und die meinige waren in ununterbrochenem Verkehr, und nach dem Tode Sanson’s und meines Vaters wurde ich, als ich in Noth gerieth, von Sanson’s Sohn oft unterstützt. Ich schwöre aber zu Gott, daß der Verdacht, der seit so vielen Jahren auf mir lastet und mich der trostlosesten Vereinsamung preisgiebt, in keiner Beziehung gerechtfertigt ist.‘

Der Baron Taylor war zwar von der Aufrichtigkeit des unglücklichen Mannes überzeugt, er wollte aber noch andere, noch unwiderlegbarere Beweise. Er begab sich daher am 24. August 1854 zu Sanson, der, wie wir bereits wissen, im Jahre 1847 entlassen worden, und dieser schrieb sogleich ein Certificat, in welchem er erklärte, daß Lays niemals in seinen Diensten gestanden, daß überhaupt die Gehülfen des Scharfrichters von dem Justizminister ernannt werden, vom Justizministerium ihr Gehalt beziehen und daß man dieselben nur aus der Familie des Scharfrichters wähle.

Auf dem Justizministerium sagte man dem Baron dasselbe, und so war endlich der unglückliche Mann von der Schmach befreit, die mehr als zwanzig Jahre ihn verfolgt hatte.

Paris ist die interessanteste Stadt der Welt,“ schloß der Künstler. „Kein Romandichter vermag so ergreifende Begebenheiten zu erfinden, wie sie hier tagtäglich in Wirklichkeit sich ereignen, und man kann mit Recht behaupten, daß hier gar oft das Wahre nicht wahrscheinlich ist.“

E. Roderich.