RE:Aco 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S III (1918), Sp. 17
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Aco, Besitzer einer größeren Töpferei in Oberitalien. Besonders bekannt und verbreitet waren seine dünnwandigen reliefgeschmückten Becher, die sich in Oberitalien, Pannonien, Germanien und Gallien finden. Die Blütezeit seiner Töpferei ist in die erste Hälfte der Regierung des Augustus zu setzen; dann vermag er der Konkurrenz nicht länger standzuhalten. Von den Namen seiner Sklaven sind uns die des Acastus und Eros überliefert. Dieselben Gefäße wie er, stellt auch die Töpferei des Norbanus mit dem Sklaven Buccio her; auch der Name Antiocus kommt auf ähnlichen Gefäßen vor. Déchelette Vases céram. I 31ff. S. Loeschcke Westf. Mitt. V 162. Oxé im VII. Ber. der Röm.-germ. Komm. 14. CIL XII 5686, 6. Für die Beliebtheit dieser Ware spricht die Tatsache, daß im Bereich des augusteischen Lagers von Mainz eine Töpferei ähnliche Becher herstellte (Mainzer Ztschr. VI 43), und Lehner vermutet, der in Castra Vetera gefundene, mit dem Namen Chrysippus gestempelte Becher könnte in der dortigen Töpferei augusteischer Zeit gefertigt sein (Bonn. Jahrb. CXXII 430ff.).