RE:Acronus

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 285
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Acronus. Pomp. Mela III 24 Rhenus Alpibus decidens prope a capite duos lacus efficit Venetum et Acronum (dies besser beglaubigt als Acronium). Von den drei Teilen, die man heute am Bodensee (lacus Brigantinus) zu unterscheiden pflegt, kann für die Beurteilung der obigen Stelle nur der Hauptteil, der Obersee, und der Zeller- oder Untersee in Betracht kommen, nicht der Überlinger See, und danach würde, wie jetzt allgemein angenommen ist, lacus Venetus den Ober-, Acronus den Untersee bezeichnen. Vgl. E. Desjardins Géogr. de la Gaule I 115. De Vit Onomast. s. v. möchte nach Avien. ora marit. 683 Acronium in Accionium ändern, verwechselt dabei aber Rhenus und Rhodanus.

[Ihm.]

Nachträge und Berichtigungen

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Band S III (1918), Sp. 18
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S. 285, 15 zum Art. Acronus:

Scheint entstellt aus *Arconus (benannt nach Fluß und Ort Arcuna, Argona = *Arcona, wie man aus dem Namen Arcon-essa ‚Argongau‘ (Wartmann St. Galler Urk. I 148) ersehen kann. Lacus *Arconus wäre demgemäß der See bei (Langen)argen, d. h. der nördliche Teil, während lacus Venetus, wohl benannt nach dem Volke der Vennones (s. d., oder umgekehrt?) der südliche wäre. Die Metathesis – arc = acr – tritt bekanntlich bei r am häufigsten auf (Willmanns Deutsche Gramm. I 143).