RE:Adiutex

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S III (1918), Sp. 21
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Adiutex, Großziegler in den Mosellanden im 4. Jhdt. n. Chr., dessen mit diesem Namen oder (im Ablativ) Adiutece, Adiutice oder auch abgekürzt, nicht selten mit einem wohl die Zweigstelle u. dgl. bezeichnenden, vor- oder nachgestellten Zusatz (z. B. DP.ADI, ADIVTECE.BEN), gestempelten Ziegel insbesondere zahlreich in den Bauten der Kaiserresidenz Trier (J. 310ff.) verwendet waren (vgl. Westd. Ztschr. X 260. XII 17. Bonn. Jahrb. C 210), dann im Gebiet der Volksgemeinde der Mediomatriker zu Metz und Sablon, auf dem Herapel (Kr. Forbach), zu Niederjeutz (gegenüber Diedenhofen), zu Oberkontz (bei Sierck, auf der linken Moselseite), außerdem z. B. in Deutz (Bonn. Jahrb. XCIX 39) nachweisbar sind. Keune Korr.-Bl. Westd. Ztschr. XVII (1898) 208f.; Westd. Ztschr. XVIII (1899) 374; Lothr. Jahrb. 1900, XII 370. 1902, XIV 392f. 1914 XXVI 470; Röm.-germ. Korresp.-Bl. VIII (1915) 61. (Holder Altcelt. Sprachsch. III 508). Die vorerwähnten Herstellermarken sind mit Hohlstempel in erhabener Schrift aufgedrückt, wie überhaupt alle Fabrikmarken der späteren Ziegeleibesitzer (öfters in Spiegelschrift), während die Erzeugnisse der älteren Privatziegler, z. B. die in den Mosellanden verbreiteten Ziegel des Q. Val(erius) Sabe(llus) mit erhabenem Stempel und daher in vertiefter Schrift gestempelt sind. Alle solche Privatziegler in diesen Nachträgen aufzuführen ist nicht beabsichtigt; ihre Namen findet man im sog. Instrumentum domesticum des CIL (CIL XIII 3, 3 mit den gestempelten Ziegeln der Tres Galliae und der Germaniae ist noch nicht erschienen). In den gallischen und germanischen Provinzen, wie anderswo, nennen sich die Privatziegler nicht häufig mit Namen; weit häufiger sind die gestempelten Ziegel, welche Truppenteile als die Hersteller bezeugen.