RE:Aleon

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 52
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Aleon (ὁ Ἀλέων Inschr. Dittenberger Syll.² 600, 23. Plin. n. h. V 117; Aleos Plin. n. h. XXXI 14). Etwas über 1 km. langes Flüsschen, das im Sommer und Winter Wasser hat, fliesst (wie der Chesios durch die alte Stadt Samos [jetzt Tigáni]) so durch Erythrai (jetzt Rythrí) im kleinasiatischen Ionien. Sein Wasser enthält Schwefel und Salz und man behauptete von ihm (Plin. n. h. XXXI 14), dass der Genuss seines Wassers die Körper haarig mache. In der Regenzeit (October bis März) fliesst ihm aus dem Gebiet zwischen Korykos und Mimas das Wasser eines Winterbaches zu (W. Chandler Travels in Asia min. I [1764] 91. Brit. Adm. Chart nr. 1645. W. Hamilton Researches II [1842] 6, deutsch übersetzt von O. Schomburgk II 7f. F. Lamprecht De rebus Erythr. publicis 1871. H. Gäbler Untersuchungen über die Gesch. und die Verf. der Stadt Erythrai im Zeitalter des Hellenism. 1892 G. Weber Athen. Mitt. XXVI [1900] 111f.). Auf einer erythraeischen Bronzemünze des Antoninus Pius (Samml. Imhoof) ΑΛ … über dem Flussgott. F. Imhoof-Blumer Kleinasiat. Münzen I 63. H. Kiepert glaubte, der A. sei etwas nördlicher im Mimas zu suchen. Da aber das oben geschilderte Flüsschen aus warmen Quellen Wasser erhält und der Name A. wohl mit ἀλέα, ἀλεάζω, ἀλεεινός = heiss zusammenhängt (s. Bd. II S. 2636) so ist wohl sicher der A. das durch Erythrais Ruinen gehende Flüsschen, der Axos aber der schon bei Hamilton erwähnte, etwas nördlich von den Ruinen von Erythrai zum Meer abfallende Winterbach. S. Axos Nr. 2 (Bd. II S. 2636).