RE:Alkaios 13

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
fertig  
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Band I,2 (1894), Sp. 1506
Pauly-Wissowa I,2, 1505.jpg
Linkvorlage für WP   
* {{RE|I,2|1506||Alkaios 13|[[REAutor]]|RE:Alkaios 13}}        

13) A. aus Messenien, ὁ τῶν λοιδόρων ἰάμβων καὶ ἐπιγραμμάτων ποιητής (Euseb. praep. ev. X 2, 23), sicher identisch mit dem Verfasser höhnender συγκρίσεις, in welchen auch der Grammatiker Isokrates verspottet war (Polyb. XXXII 6, 5), aus der Zeit Philipps III. Erhalten sind von ihm etwa 15 elegante, zum Teil leidenschaftliche und bittere Epigramme mit Anklängen an die der älteren Alexandriner (Kallimachos und Poseidippos). A. ist der einzige politische Dichter der Anthologie, erbitterter Feind Philipps (vgl. Anth. Pal. IX 519); dass er anfänglich (vor 216 v. Chr.) Verehrer desselben gewesen und daher Verfasser einer Anzahl erhaltener Lobepigramme auf diesen sei, schliesst aus IX 528 mit Unrecht Bergk (Philol. XXXII 678; PLG⁴ III 196; vgl. O. Rossbach Jahrb. f. Philol. CXLIII 97). Die grosse Verbreitung und den Einfluss seiner Gedichte bezeugt Plutarch Flamin. 9, mit Bezug auf[WS 1] das Epigramm VII 247, welches in der Anthologie in einer den Römern unanstössigen Form vorliegt, die ihm vielleicht der Dichter selbst gegeben hatte, nachdem er v. 4 der ursprünglichen Fassung in dem Lobgedicht auf Flamininus (XVI 4) wiederholt hatte. Ein Epigramm des Philippus auf A. findet sich bei Plutarch a. a. O., die fingierte Grabschrift eines anderen Feindes auf ihn Anth. IX 520. Sehr ähnlich den Gedichten des A. ist Kaibel epigr. Gr. 790, welches Kaibel daher dem A. zuschreibt. Hillscher Jahrb. f. Philol. Supplbd. XVIII 400 (zweifelnd) und Christ Litteraturgesch. 407 identificieren ihn mit dem Epikureer A. Nr. 15.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: anf