RE:Antipolis 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2533–2534
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Antipolis. 1) Antipolis (Anthopolis Geogr. Rav. IV 28), Colonie der Massilier (Strab. IV 180. 184) in Gallia Narbonensis, im Gebiet der Deciates angelegt (Mela II 5. Plin. n. h. III 35. Ptol. II 10, 5 Δεκιατίων Ἀντίπολις, acht Millien westlich vom Grenzfluss Varus (Itin. Ant. 297; vgl. Itin. marit. 504 und Tab. Peut.). Den Namen hat die Stadt wahrscheinlich daher, dass sie Nicaea, der anderen Gründung der Massilier, gegenüberliegt. Wann sie gegründet wurde, wissen wir nicht; vielleicht hat sie schon im 5. Jhdt. v. Chr. bestanden, eine bei Antibes – dies ist der heutige Name der Stadt, die Provençalen nennen sie Antiboul – gefundene griechische Inschrift (Kaibel IGI 2424) soll nach Ausweis der Buchstabenformen diesem Jahrhundert angehören (vgl. Lenthéric La provence maritime ancienne et moderne, Paris 1880, 453ff.). Im J. 154 wurde sie von den transalpinischen Ligurern bedrängt, und so fanden die von den Massiliern zu Hülfe gerufenen Römer Gelegenheit, ein Heer nach Gallien zu schicken (unter Opimius, Polyb. XXXIII 7 (4), 2. Liv. epit. XLVII Q. Opimius consul transalpinos Ligures, qui Massiliensium oppida Antipolim et Nicaeam vastabant, subegit). Unter Caesar, wie es scheint, der den Massiliern den grössten Teil ihres Territoriums nahm, erhielt sie das ius Latii (Marquardt St.-Verw. I² 263f.); Plinius n. h. III 35 nennt A. (regio Deciatium) unter den oppida Latina, Tac. hist. II 15 Narbonensis Galliae municipium. Über die unter der Statthalterschaft des Lepidus in A. geschlagenen Münzen vgl. Mionnet I 65; Suppl. I 130 und de la Saussaye Numismatique de la Gaule Narb. pl. XIV 1–4. Sie gehörte zur Tribus Voltinia (CIL XII p. 28); als Magistrate werden auf den Inschriften genannt duoviri (CIL [2534] XII 175. 179). Ihre Bewohner heissen Antipolitani, CIL XII 178. 189; vgl. Martial. XIII 103, der die muria des antipolitanischen Thunfisches rühmt (dazu Plin. n. h. XXXI 94). Die Stadt wird noch erwähnt in der Inschrift CIL XII 188 (Grabschrift eines Knaben qui Antipoli in theatro biduo saltavit et placuit); später noch einmal von Amm. Marc. XV 11, 15 und als civitas Antipolitana in der Not. Gall. XVI 8 (zur provincia Narbon. secunda gehörig). Vgl. auch A. Longnon Géogr. de la Gaule au VIe siècle 455.

[Ihm.]

Nachträge und Berichtigungen

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Band S III (1918), Sp. 125
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