RE:Aphroditopolis 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2793–2794
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1) Hauptstadt des darnach benannten 22. oberägyptischen Gaues in der Heptanomis (Eparchia Arcadia) auf dem östlichen Nilufer (ὁ Ἀφροδιτοπολίτης νομὸς καὶ ἡ ὁμώνυμος πόλις Strab. XVII 809; Ἀφροδίτης πόλις Ptol. IV 57; Ἀφροδιτῶ Hierocl. 730, 2; Afrodito Itin. Ant. 168, 5; Affrodito Notit. Dign. or. XXVIII 43; Ἀφροδιτῶν Georg. Cypr. 750; Aphroditon Hieronym. Vita Hilar. 30; Afrodite Geogr. Ravenn. 127, 13), altägyptisch Dpêḥet, d. i. ‚Kuhhaupt‘, davon koptisch Tpêḥ, Tpieḥ und, mit weiterer Umgestaltung (wie aus Dbôt Atbô wird), jetzt Aṭfîḥ (D’Anville Mémoires 40. 174. Champollion L’Égypte sous les Pharaons I 332f. Brugsch Geograph. Inschr. I 298; Dictionn. géogr. 931f. Dümichen Geschichte des alten Äg. 235f. Prokesch-Osten Nilfahrt 277. Baedeker Oberägypten 19f.). Eine weisse Kuh wurde hier verehrt. Hier stand im 5. Jhdt. die cohors quarta Iuthungorum. In [2794] christlicher Zeit Bischofssitz. Zu diesem Nomos gehört, wie es scheint, Parembole (Rev. égyptolog. VI 2f.).