RE:Aristokritos 5

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 942
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5) A. (FHG IV 334–336. Susemihl Litt.-Gesch. I 392. II 385), schrieb ein Buch über Milet (Parthen. 11 Περὶ Μιλήτου. 26 ἐν τοῖς Περὶ Μιλήτου) mythographischen Inhalts und ein polemisches Werk gegen einen gewissen Herakleodor (Clem. strom. V 31 p. 664 ἐν τῇ πρώτῃ τῶν Πρὸς Ἡρακλεόδωρον ἀντιδοξουμένων), aus dem eine Anekdote vom Skythenkönig Ateas angeführt wird. Der zweite Titel führt auf einen Grammatiker, der, wenn der Scholiast zu Parthen. 26 das τινές des Parthenios richtig interpretiert hat, älter als dieser sein müsste. Er war schwerlich Quelle für Apollonios von Rhodos in der Κτίσις Καύνου und des Euphorion im Θρᾷξ (vgl. Parthen. a. a. O.), sondern eher ein prosaischer Fortsetzer der alexandrinischen, mit ionisch-kleinasiatischen Stoffen wirtschaftenden poetischen Novellistik, wie Aristeides, der Verfasser der Μιλησιακά, mit dem er auch in der aetiologischen Behandlung von Sprichwörtern zusammentrifft.