RE:Aristomachos 17

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 945–946
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17) A. der Jüngere, wurde im J. 234 nach der Ermordung des Aristippos Tyrann von Argos. Aratos war zwar in die Stadt eingedrungen und hatte versucht, die Bürger zur Freiheit aufzurufen. A. trieb ihn jedoch, mit Agias zusammen, aus der Stadt hinaus und ward Tyrann. Achtzig Bürger von Argos, denen er Schuld gab, das Eindringen des Aratos begünstigt zu haben, wurden unter Foltern hingerichtet (Polyb. II 59, 7ff. Plut. Arat. 29; zu der Zeitbestimmung vgl. Droysen Hell. III 2, 37). Nach dem Tode des makedonischen Königs Demetrios (im J. 229) überredete ihn Aratos, die Tyrannis niederzulegen und die Stadt Argos dem achaeischen Bunde zuzuführen. A. kam mit Hülfe von 50 Talenten, die ihm Aratos geschickt hatte, den Verpflichtungen gegenüber seinen Söldnern nach, wurde in den Bund aufgenommen und für das J. 227 zum Bundesstrategen [946] gewählt (Polyb. II 44, 6. Plut. Arat. 35; Cleom. 4. Paus. II 8, 6). Trotz dieser Ehrung war er auf die Dauer mit dem Wechsel nicht zufrieden. Er verband sich mit Kleomenes und verhalf ihm im J. 223 dazu, Argos zu überrumpeln (Polyb. II 59. Plut. Cleom. 17). Nach der bald darauf erfolgenden Wiedergewinnung von Argos fiel A. in die Hände des Antigonos Doson und der Achaeer. A. wurde nach Kenchreai geschleppt, gefoltert und in das Meer versenkt. Dies grausame Ende wurde speciell dem Aratos zur Last gelegt (Polyb. II 59ff. Plut. Arat. 44).