RE:Arkesilaos 21

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 11681169
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21) Der bedeutendste Bildhauer der caesarischen Periode. Sein berühmtestes Werk war das Kultbild der Venus Genetrix für den von Caesar dieser Göttin geweihten Tempel, O. Jahn Leipz. Ber. 1861, 113–115. Reifferscheid Ann. d. Inst. 1863, 366. Wissowa De Veneris simulacris Romanis 22ff. Ein anderes Götterbild, das der Felicitas, das der jüngere Lucullus († 42 v. Chr.), mit dessen Vater er eng befreundet gewesen war, bei ihm für den hohen Preis von 60 Sesterzen bestellt hatte, blieb unvollendet, da sowohl der Auftraggeber wie der Künstler über der Ausführung starben. Sonst kennen wir hauptsächlich von ihm Gruppen in alexandrinischem Geschmack, Kentauren mit Nymphen im Besitz des Asinius Pollio und in dem des Varro die Gruppe einer Löwin, mit der Eroten ihre Kurzweil treiben, vgl. [1169] den Sarkophag Pamfili Matz-Duhn Ant. Bildw. 2801 (Beschreibung ungenau). Für das Modell eines Kraters, das er für den römischen Ritter Octavius anfertigte, erhielt er als Honorar ein Talent, wie denn überhaupt seine Modelle im römischen Kunsthandel schon bei seinen Lebzeiten die höchsten Preise erzielten. Plin. XXXV 155. XXXVI 33. 41 (nach Varro). L. v. Urlichs Arkesilaos (XIX. Wagnersches Progr.), Würzburg 1887.