RE:Arriphon

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S III (1918), Sp. 161
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Arriphon (Ἀρριφῶν), der aus dem ätolischen Trikonion stammen soll, zu Pausanias’ Zeit aber als ein angesehener Mann in Lykien lebte, wird nur von Pausanias II 37, 3 erwähnt, aus welcher Stelle nicht hervorgeht, ob es ein zeitgenössischer Schriftsteller oder ein Bekannter des Pausanias war. Er soll gegen die Gründung der lernäischen Weihen durch Philammon protestiert und die καρδία ἡ πεποιημένη τοῦ ὀρειχάλκου, auf der dies stand, als Fälschung nachgewiesen haben, spielt also dem Philammon gegenüber eine ähnliche Rolle wie Lasos von Hermione bei den auf Musaios’ Namen gefälschten Orakeln dem Onomakritos gegenüber (Herodot. VII 6). Pausanias nennt den A. δεινὸς δὲ ἐξευρεῖν ἃ μή τις πρότερον εἶδε, καὶ δὴ καὶ ταῦτα φωράσας ἐπὶ τῷδε und teilt dann mit, daß A. die Fälschung aus dem dorischen Dialekt erwiesen habe, den Philammon noch nicht gekannt habe.

[Kern.]