RE:Arsinoë 28

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 12881289
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28) Arsinoë, jüngste Tochter des Ptolemaios XIII. Neos Dionysos, genannt Auletes, jüngere Schwester der letzten Kleopatra. Zu Beginn des alexandrinischen Krieges (48/47) gelang es ihr, vorübergehend von den Alexandrinern als Königin anerkannt zu werden. Nachdem sie aus der Königsburg zum Achillas entflohen war, wetteiferte sie zunächst mit diesem darin, die Truppen durch Bestechung zu gewinnen (Caes. b. c. III 112, 10—11). Nach Dio XLII 35 hätte Caesar vorher ihr und dem jüngeren Ptolemaios Kypros überwiesen (so Mommsen R. G. III⁶ 437). Nachdem sie den Achillas beseitigt hatte, übernahm sie allein die Herrschaft und wusste sich durch Ganymedes das Heer zu verpflichten (bell. Alex. 4. Dio XLII 39. 40). Bald hatte sie sich so verhasst gemacht, dass das Heer sich den jungen Ptolemaios vom Caesar erbat (bell. Alex. 23. Dio XLII 42). Nach Beendigung des Krieges (47) hat Caesar sie mit fortgeführt, um neue Verwickelungen zu verhindern, und hat sie im J. 46 im Triumphzuge in Rom aufgeführt (Dio XLIII [1289] 19). Darauf wurde sie freigelassen (Dio a. O.). Im J. 41 hat Antonius sie auf Wunsch der Kleopatra im Artemistempel in Ephesos ermorden lassen. (Jos. ant. XV 89; vgl. Appian. b. c. V 9).