RE:Artemisia 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 1441–1442
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3) Tochter des Hekatomnos und Gattin ihres Bruders Maussollos von Mylasa, folgte diesem 353 v. Chr. als Herrscherin in der erweiterten karischen Satrapie (Diod. XVI 32, 2. 45, 7. Strab. XIV 656. Harpokr. Suid., über die Zeit vgl. Judeich Kleinas. Studien 1892, 226ff.). Einen Versuch der Rhodier, sich bei dem Regierungswechsel zu befreien und die Hauptstadt Halikarnassos zu überrumpeln, wehrte sie schlau und energisch ab. Sie eroberte die Insel sofort wieder und liess ein Siegesdenkmal, das später sogen. Ἄβατον, dort aufstellen (Vitr. II 8, 14ff., vgl. Dem. XV 27). Auch Herakleia am Latmos, das das karische Joch damals abgeschüttelt zu haben scheint, wurde von ihr zurückerobert (Polyaen. VIII 53, 4). Gegenüber Persien setzte sie Maussollos vorsichtige Politik fort (Dem. XV 11). In Halikarnassos selbst vollendete sie nahezu Maussollos Grabmal, das Maussolleion (s. d. und Strab. a. O. Luk. dial. mort. 24, 2. Vitr. II 8, 12f. Plin. n. h. XXXVI 30), und starb nach einer prächtigen Totenfeier für Maussollos, wie die Überlieferung meldet, hinsiechend an dem Schmerz über den Verlust ihres Gatten im J. 351 (Diod. XVI 45, 7. Theop. bei Harpokr. s. Ἀρτεμισία. Strab. a. O. Cic. Tusc. III 75. Ps.-Plut. vit. X orat. 838 b. Val. Max. IV 6 ext. 1. Gell. n. a. X 18, 3. Hieron. [1442] adv. Iovin. I 310 Vall. Suid. s. Θεοδέκτης und Ἰσοκράτης).