RE:Artemon 23

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 1448
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23) Artemon (oder Artemas, z. B. bei Athanas. de synodis 20), zwischen 235 und 275 Führer einer ketzerischen Secte in Rom, die eine Art des dynamistischen Monarchianismus vertraten, insbesondere die Lehre von der Göttlichkeit Christi als eine in Rom erst unter Bischof Zephyrinus (um 200) aufgebrachte bestritten. Hauptsächlich gegen ihn hat ein römischer Theolog, wahrscheinlich Hippolytos, das sog. kleine Labyrinth um 240 geschrieben, aus dem Euseb. h. e. V 28 einige Fragmente aufbewahrt hat. Die antiochenische Synode 270 gegen Paulus von Samosata erklärt diesen für einen Gesinnungsgenossen des Artemas (Euseb. h. e. VII 30, 16f.), und fortan werden fast immer diese beiden Erzketzer zusammen genannt, so bei Pamphilus Apologia pro Orig. (Routh Reliqu. sacr. IV² 367). Vgl. Ad. Harnack Lehrb. d. Dogmengesch.² I 621f. (dort auch die übrige Litteratur) und 630f.