RE:Asioi

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 1605
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Asioi, nach Strab. XI 511 Wanderhirten, welche aus dem jenseits des Iaxartes gelegenen sakischen Lande ausgezogen waren und im Verein mit den Tocharoi Sakaraukoi und Pasiakai den hellenobaktrischen Fürsten Sogdiane und Baktra entrissen. Sogdiane ging schon 159 v. Chr., unter Eukratidas, verloren; Baktra blieb noch bis 140 hellenisch, muss jedoch den sinischen Annalen zufolge bald darauf von den Barbaren besetzt worden sein. Trog. Pomp. prol. 41 hatte darüber gehandelt, quo regnante Scythicae gentes Sacaraucae et Asiani Bactra occupavere et Sogdianos. Derselbe spricht prol. 42 von den reges Tocharorum Asiani. Demnach war A. oder Asianoi der Name der herrschenden Horde oder Dynastie, Tocharoi jener der Volksmasse. Ptol. VI 12, 4 setzt Iatioi neben die Tocharoi an die sogdianische Iaxartesbeuge, und man könnte die Iatioi den Asioi gleichstellen; die sinischen Annalen geben gerade über diesen Punkt keine Auskunft. Vgl. v. Gutschmid Gesch. Irans 1888, 58ff. 70ff.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 153
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S. 1605, 11 zum Art. Asioi:

Über A. = 'Asiani = Ἰάτιοι vgl. jetzt Marquart Erānšahr [ = Abh. d. Gött. Ges. d. Wiss. N. F. III nr. 2] 206.